{"id":1266,"date":"2015-12-19T17:21:45","date_gmt":"2015-12-19T15:21:45","guid":{"rendered":"http:\/\/www.vordenker.de\/blog\/?p=1266"},"modified":"2016-04-15T13:49:25","modified_gmt":"2016-04-15T11:49:25","slug":"einmal-china-und-zurueck-essay-ueber-eine-parlamentarierreise","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.vordenker.de\/blog\/1266\/einmal-china-und-zurueck-essay-ueber-eine-parlamentarierreise\/","title":{"rendered":"Einmal China und zur\u00fcck \u2013 Essay \u00fcber eine Parlamentarierreise"},"content":{"rendered":"<p>Zuerst ver\u00f6ffentlicht am 02.12.2015 auf <a href=\"http:\/\/www.piratenpartei-nrw.de\/2015\/12\/02\/einmal-china-und-zurueck-essay-ueber-eine-parlamentarierreise\/\" target=\"_blank\">www.piratenpartei-nrw.de<\/a> &#8211; jetzt auch erg\u00e4nzt um Links.<\/p>\n<p>Vom 24. bis zum 31. Oktober 2015 habe ich mit der Parlamentariergruppe China des Landtages NRW China besucht. An dieser Stelle will ich \u00fcber die Reise und auch \u00fcber meine pers\u00f6nlichen Eindr\u00fccke und Einsch\u00e4tzungen berichten \u2013 ganz im Sinn unseres piratigen Transparenzanspruchs.<\/p>\n<figure id=\"attachment_1268\" aria-describedby=\"caption-attachment-1268\" style=\"width: 445px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-1268 size-full\" src=\"http:\/\/www.vordenker.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/shanghai-night-445.jpg\" alt=\"shanghai-night-445\" width=\"445\" height=\"334\" srcset=\"http:\/\/www.vordenker.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/shanghai-night-445.jpg 445w, http:\/\/www.vordenker.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/shanghai-night-445-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 445px) 100vw, 445px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-1268\" class=\"wp-caption-text\">Shanghai by Night<\/figcaption><\/figure>\n<h3><!--more-->Die Parlamentariergruppe China<\/h3>\n<p>Parlamentariergruppen dienen dem internationalen Austausch, dem Aufbau und der Pflege von Kontakten. Es gibt im Landtag NRW insgesamt sieben solcher Parlamentariergruppen. Mehr dazu findet sich <a href=\"http:\/\/www.landtag.nrw.de\/portal\/WWW\/Navigation_R2010\/070-Europa\/035-Parlamentariergruppen\/Inhalt.jsp\" target=\"_blank\">hier<\/a>. F\u00fcr Chinareisen der Parlamentariergruppe gibt es \u00fcbrigens die Vereinbarung, dass die Abgeordneten den Gro\u00dfteil der Kosten selbst tragen, der Landtag schie\u00dft etwa 1\/3 der Kosten hinzu. F\u00fcr mich ergibt sich damit ein Eigenanteil von etwa \u20ac 2.500.-<\/p>\n<p>Unsere Reisegruppe bestand aus 13 Personen, davon 11 Abgeordnete, alle Fraktionen waren vertreten, SPD, 3 Abgeordnete, CDU, 3 Abgeordnete, B90\/Gr\u00fcne, 1 Abgeordneter, FDP, 3 Abgeordnete, Piraten, 1 Abgeordneter. Hinzu kamen die pers\u00f6nliche Assistentin des Delegationsleiters und Leiters der Parlamentariergruppe, des Vizepr\u00e4sidenten des Landtags, Dr. Gerhard Papke (FDP) und ein Ausschussassistent des Landtages.<\/p>\n<h3>China und NRW<\/h3>\n<p>Die Volksrepublik China ist ein zentralistisch gef\u00fchrter Einheitsstaat, von der Verwaltungsstruktur her vielleicht am ehesten vergleichbar mit Frankreich und seinen Regionen und Departements. Von daher sind die 22 chinesischen Provinzen nicht vergleichbar mit unseren 16 Bundesl\u00e4ndern. Dennoch gibt es die M\u00f6glichkeit f\u00fcr Kooperationen zwischen deutschen Bundesl\u00e4ndern und chinesischen Provinzen. Auf kommunaler Ebene gibt es bislang 19 St\u00e4dtepartnerschaften zwischen St\u00e4dten und Kreisen in NRW und China.<\/p>\n<p>Ein Grund f\u00fcr die Existenz der Parlamentariergruppe China liegt schlicht und ergreifend darin, dass Nordrhein-Westfalen beginnend 1982 mittlerweile Kooperationen mit drei chinesischen Provinzen pflegt, <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sichuan\" target=\"_blank\">Sichuan<\/a> im S\u00fcdwesten (Hauptstadt Chengdu), <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Jiangsu\" target=\"_blank\">Jiangsu<\/a> im Osten am gelben Meer (Hauptstadt Nanjing, die alte Kaiserstadt) und <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Shanxi\" target=\"_blank\">Shanxi<\/a> im Norden Chinas (Hauptstadt Taiyuan). Und zur Zeit sind ca. 750 chinesische Firmen in NRW ans\u00e4ssig \u2026. nein, die Restaurants z\u00e4hlen extra \ud83d\ude09<\/p>\n<h3>Reisefakten \u2013 Ultrakurzfassung<\/h3>\n<p>Unsere Reise f\u00fchrte uns von Frankfurt nach Shanghai (1 \u00dcbernachtung), von dort am n\u00e4chsten Tag mit dem chinesischen \u201eICE\u201c nach Nanjing (3 \u00dcbernachtungen) mit einem 100km-Abstecher per Bus nach Gaochun, dann mit dem Flieger nach Taiyuan (2 \u00dcbernachtungen) und von dort per Flieger nach Beijing und direkt mit einem Anschlussflug zur\u00fcck nach Frankfurt. Die Provinz Sichuan wurde auf dieser Reise nicht besucht.<\/p>\n<p>Ein recht strammes Programm also mit Gespr\u00e4chen mit chinesischen und deutschen Unternehmen, die sich jeweils im Partnerland engagieren, sowie mit Gespr\u00e4chen und Essen, zum einen mit lokalen Politikern, d.h. Amtstr\u00e4gern oder Vertretern der regionalen Volkskongresse, zum anderen mit Studenten und angehenden Praktikanten. Des weiteren hatten wir zwei Gelegenheiten f\u00fcr kurze Spazierg\u00e4nge sowie dreimal die Gelegenheit, Sehensw\u00fcrdigkeiten zu besuchen. In zwei F\u00e4llen hatte dies auch eine konkrete politische Bedeutung.<\/p>\n<h3>Verhalten?<\/h3>\n<p>Grunds\u00e4tzlich habe ich mir f\u00fcr Auslandsreisen von Parlamentariergruppen das Verhalten zu eigen gemacht, dass deutsche Parteipolitik dort keinen Platz hat. Das hei\u00dft aber auch, dass ich es nicht als meine Pflicht ansehe, etwa Frau Merkels Austerit\u00e4tspolitik nach au\u00dfen hin offensiv zu vertreten, und dass ich dar\u00fcber hinaus &#8211; wie beispielsweise auf die Fragen von Studenten \u2013 bereitwillig zur Piratenpartei und ihren Zielsetzungen sowie den Unterschieden zu anderen Parteien sachliche Auskunft gebe. Im Vordergrund steht f\u00fcr mich aber &#8211; wie f\u00fcr jeden anderen Abgeordneten auch &#8211; das geschlossene Auftreten der Delegation. F\u00fcr Reisen innerhalb der EU kann das m.E. lockerer gehandhabt werden. Das ist ja schon fast Innenpolitik ;-). Und was den Dresscode angeht, gilt f\u00fcr mich das, was der Gastgeber erwartet. Da die Chinesen bzgl. offizieller Treffen eher \u201ekonservativ\u201c eingestellt sind, hei\u00dft das f\u00fcr M\u00e4nner: Anzug und Krawatte. Bei lockereren Treffen geht auch eine Kombination ohne Krawatte. Das ist keine \u00fcberm\u00e4\u00dfige Anpassung sondern ein Entgegenkommen, denn ich will ja mit meinen Gegen\u00fcbern ins Gespr\u00e4ch kommen. Bei abweichender Klamottage w\u00e4re das extrem erschwert bis unm\u00f6glich. Nicht entsprechende Kleidung wird schnell als respektlos bewertet.<\/p>\n<h3>Station 1: Shanghai<\/h3>\n<p>Ich bin das erste Mal in China gewesen. Und, ich bin begeistert. Trotz aller Kritik, die man haben kann, die Tibetpolitik, usw. China haut einen einfach um. Vor allem dann, wenn der erste Eindruck in einer Stadt wie <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Shanghai\" target=\"_blank\">Shanghai<\/a>, dem Paris des Ostens, gewonnen wird. Das f\u00e4ngt schon auf der Fahrt vom Flughafen Pudong in die Innenstadt an. Was wir hier ein Hochhaus nennen, gilt dort eher als Bungalow. Shanghai hat den gr\u00f6\u00dften Containerhafen der Welt und liegt zudem an der M\u00fcndung des schiffbaren Jangtseflusses. Ein klassischer Umschlagplatz also.<\/p>\n<p>Nach einem Mittagessen und Gespr\u00e4chen mit den Shanghaier Vertretern von <a href=\"https:\/\/www.nrwinvest.com\/de\/home\/\" target=\"_blank\">NRW Invest<\/a> ging es zu einem kurzen Stadtspaziergang und dann zum Abendempfang beim deutschen Generalkonsul in Shanghai.<\/p>\n<p>Dort gab es Interessantes zu China aus erster Hand, vom Konsul selbst und von seinen Referenten. Die chinesische Regierung ist sich durchaus bewusst, so sch\u00e4tzen die Konsulatsmitarbeiter die Lage ein, dass ihre Vorgehensweise gelinde gesagt nicht \u00fcberall im Land auf gro\u00dfe Gegenliebe st\u00f6\u00dft. Sie argumentiert aber in den Medien relativ offen gegen\u00fcber der Bev\u00f6lkerung und baut dabei die Instabilit\u00e4ten und desolaten Zust\u00e4nde im arabischen Raum als Warnung auf nach dem Motto, schaut doch mal auf den Irak, auf \u00c4gypten, Libyen und Syrien, wollt ihr das? Uns geht\u2019s doch gut.<\/p>\n<p>Und wenn man es aus rein wirtschaftlichen Gesichtspunkten betrachtet, hat die Kommunistische Partei auch recht. China ist es in den letzten 25 Jahren gelungen, im Schnitt 600 Mio Menschen \u00fcber die relative Armutsgrenze zu heben in einen bescheidenen Mittelstand, bei einer Bev\u00f6lkerung von insgesamt 1,37 Mrd. Menschen. Daraus kann geschlossen werden, dass in Partei und Regierung Chinas eher langfristig gedacht und gehandelt wird. Das ist ganz sicher auch mit einem politischen Tr\u00e4gheitsmoment, mit Beharrungskr\u00e4ften in den Gruppierungen, die die Macht innehaben, gekoppelt. Gleichwohl gibt es aber auch dort Trends zur Ver\u00e4nderung. Der Partei ist es wichtig, dass die Auseinandersetzungen um Zukunftsfragen innerhalb der Partei \u2013 hinter verschlossenen T\u00fcren &#8211; gef\u00fchrt werden und nicht au\u00dferhalb. Das unterscheidet China wesentlich von den Mehrparteien-Demokratien des Westens.<\/p>\n<p>Ich pers\u00f6nlich bin, was die zuk\u00fcnftige Entwicklung des Landes angeht, vorsichtig zuversichtlich. Und das liegt u.a. auch daran, dass es in China ein wahrnehmbares relativ ausgepr\u00e4gtes historisches Bewusstsein gibt, das auch die pr\u00e4kommunistische Zeit mit einschlie\u00dft. An erster Stelle zu nennen sind hier der antike Philosoph <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Konfuzius\" target=\"_blank\">K&#8217;ung-fu-tse<\/a>, hierzulande auch Konfuzius genannt, sowie der pr\u00e4kommunistische Begr\u00fcnder des modernen China, <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sun_Yat-sen\" target=\"_blank\">Dr. Sun Yat-sen<\/a>. Die Philosophie des Konfuzius hat die kommunistische Diktatur nicht nur \u00fcberlebt, sie hat sie in der Praxis auch beeinflusst. Dies gilt insbesondere f\u00fcr das Prinzip der \u201eOrdnung als Bedingung f\u00fcr Freiheit\u201c, das heute mehr denn je herangezogen wird, auch die aktuelle rigoros plan-orientierte chinesische Wirtschaftspolitik gegen\u00fcber der Bev\u00f6lkerung ethisch zu begr\u00fcnden. Dass dies andererseits auch negative Folgen hat, leuchtet ein, wenn man sich vor Augen f\u00fchrt, dass ein Flughafen, ein Kanal, ein Sportzentrum, ein Bahnhof nach Plan \u2013 zack! &#8211; ganz einfach gebaut wird. Und das in einer Geschwindigkeit, die schlicht atemberaubend ist. Betroffene Anwohner werden halt umgesiedelt.<\/p>\n<p>Und, China ist ein \u00dcberwachungsstaat, da braucht man sich nichts vorzumachen. Kameras \u00fcberall. Was mir in Shanghai und Nanjing besonders auffiel, gef\u00fchlt an jeder zweiten gr\u00f6\u00dferen Stra\u00dfenkreuzung steht auf einer Ecke ein wei\u00dfer, LKW-\u00e4hnlicher, zweiachsiger Wohnanh\u00e4nger mit Deichsel, aber ohne Zugmaschine &#8211; mit einer Reihe kleiner ovaler Fenster unterhalb des Daches. Das Dach ist dicht bepflastert mit Kameras und Antennen, die in alle m\u00f6glichen Richtungen schauen. Da wird einem schon mulmig. Bei der Einreise am Flughafen werden neben dem obligatorischen Scan von Reisepass und Visum noch mindestens zwei hochaufgel\u00f6ste Fotos geschossen, Frontal und Profil, die der Beamte bei der Ausreise dann wieder auf seinen Monitoren hat. Dar\u00fcber, dass die nach der Ausreise wieder gel\u00f6scht werden, habe ich nichts geh\u00f6rt \u2026 \ud83d\ude09<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich kann das kritisiert werden, allerdings finde ich es vor dem Hintergrund aktueller Ereignisse hier in Europa mehr als vermessen, &#8211; Stichworte VDS, Fl\u00fcchtlinge, R\u00fcstungsexporte, Nahrungsmittelexporte in Drittweltstaaten, die lokale Landwirtschaften per Preiskonkurrenz kaputtmachen, etc. &#8211; wenn europ\u00e4ische Politiker bei Chinabesuchen an die Einhaltung der Menschenrechte appellieren. Wir sollten uns da erst mal an die eigene Nase fassen. Gleichwohl ist die chinesische Politik grunds\u00e4tzlich auch kritikw\u00fcrdig. Wesentlich scheint mir hier die Aufrechterhaltung des Gespr\u00e4chs zu sein. Den Gegen\u00fcber zu br\u00fcskieren ist niemals zielf\u00fchrend.<\/p>\n<p>Den ersten Tag beschlossen wir bei milder Abendluft in der ziemlich hippen \u201eBar Rouge\u201c, die an der \u201eThe Bund\u201c genannten Promenade am Ufer des Huangpu-Flusses gelegen ist. Von dort hat man eine gro\u00dfartige Aussicht auf die n\u00e4chtliche Skyline von Shanghai. Und: das chinesische Bier der Marke Shintao ist mehr als blo\u00df trinkbar, es schmeckt.<\/p>\n<p>Am folgenden Tag besuchten wir die Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung der ShangGong Shenbei Group (SGSB). Was hierzulande nicht allgemein bekannt ist, dieses Unternehmen kaufte vor einiger Zeit die in wirtschaftliche Schwierigkeiten geratenen deutschen Hersteller von N\u00e4hmaschinen und Industrien\u00e4hmaschinen <a href=\"https:\/\/www.duerkopp-adler.com\/de\/main\/news\/news\/item_0063.html\" target=\"_blank\">D\u00fcrkopp-Adler und Pfaff<\/a> sowie den kleinen Hersteller von N\u00e4hrobotern, <a href=\"http:\/\/www.ksl-lorsch.de\/news\/news\/?tx_ttnews[year]=2013&amp;tx_ttnews[month]=08&amp;tx_ttnews[tt_news]=54&amp;cHash=f339e4376228ea740db1901103ce55e8\" target=\"_blank\">KSL Keilmann<\/a>. Drei deutsche Unternehmen unter chinesischem Management, gemeinsam schickt man sich jetzt an, die Position des japanischen Weltmarktf\u00fchrers JUKI anzugreifen.<\/p>\n<h3>Station 2: Nanjing, Provinz Jiangsu<\/h3>\n<p>Der Aufenthalt in Nanjing begann mit einem Treffen und anschlie\u00dfendem Abendessen mit Vertretern des ausw\u00e4rtigen Ausschusses des Volkskongresses der Provinz Jiangsu. Am n\u00e4chsten Morgen besuchten wir auf unseren ausdr\u00fccklichen Wunsch hin und zur Freude unserer Gastgeber die Gedenkst\u00e4tte zum <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Massaker_von_Nanking\" target=\"_blank\">Nanjing-Massaker<\/a>. W\u00e4hrend des zweiten japanisch-chinesischen Krieges 1937 besetzten japanische Soldaten Nanjing und ver\u00fcbten unvorstellbare Grausamkeiten an der Zivilbev\u00f6lkerung. Historiker sprechen von 200.000 bis 300.000 Morden und 20.000 Vergewaltigungen. Dieses Massaker spielt nach wie vor eine wesentliche Rolle f\u00fcr das chinesisch-japanische Verh\u00e4ltnis, denn eine offizielle Entschuldigung Japans steht bis heute leider aus. Nicht nur nach meiner Auffassung w\u00fcrde es zu einer deutlichen Verbesserung der Beziehungen kommen, wenn eines Tages ein japanischer Premier diese Gedenkst\u00e4tte besuchen und dort einen Kniefall \u2013 wie seinerzeit <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kniefall_von_Warschau\" target=\"_blank\">Willy Brandt in Warschau<\/a> &#8211; hinbringen w\u00fcrde. Aus Gespr\u00e4chen mit unseren Gastgebern gewann ich den Eindruck, dass man geradezu darauf wartet.<\/p>\n<p>Im Anschluss gab es einen kurzen Stopp beim <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/John_Rabe\" target=\"_blank\">John-Rabe<\/a>-Haus, das heute Museum und Gedenkst\u00e4tte f\u00fcr den Siemens-Manager ist, der Mitglied der NSDAP war und w\u00e4hrend der japanischen Besetzung zusammen mit anderen Ausl\u00e4ndern eine Schutzzone f\u00fcr die Nanjinger Zivilbev\u00f6lkerung einrichtete. Eine verr\u00fcckte Geschichte.<\/p>\n<figure id=\"attachment_1267\" aria-describedby=\"caption-attachment-1267\" style=\"width: 445px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-1267 size-full\" src=\"http:\/\/www.vordenker.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/nanjing-goethe445.jpg\" alt=\"nanjing-goethe445\" width=\"445\" height=\"179\" srcset=\"http:\/\/www.vordenker.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/nanjing-goethe445.jpg 445w, http:\/\/www.vordenker.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/nanjing-goethe445-300x121.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 445px) 100vw, 445px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-1267\" class=\"wp-caption-text\">Aufsteller in der Bibliothek der Fakult\u00e4t f\u00fcr Germanistik<\/figcaption><\/figure>\n<p>Am Nachmittag besuchten wir die Germanistische Fakult\u00e4t der Universit\u00e4t Nanjing. Nach der Pr\u00e4sentation der Fakult\u00e4t hatten wir Gelegenheit, mit den Studierenden und Dozenten zu diskutieren. Die Germanistische Fakult\u00e4t hat zudem ein interessantes Motto, auf den Pr\u00e4sentationsfolien in Schwarz-Rot-Gold gesetzt: \u201eLIFE IS TOO SHORT TO STUDY DEUTSCH.\u201c Deutsch wird allgemein als schwer zu erlernende Sprache empfunden. Auf meine Frage an eine Gruppe Studierende, warum ausgerechnet Deutsch, erhielt ich fast nur pragmatische Antworten. In China gibt es Mindestpunktzahlen f\u00fcr den Schulabschluss, die erreicht werden m\u00fcssen, wenn man etwas Bestimmtes studieren will, \u00e4hnlich unserem Numerus Clausus. Deutsch liege dabei im Mittelfeld, erkl\u00e4rten mir die Studierenden, zusammen mit Franz\u00f6sisch und Japanisch. Ein Student wurde genauer: \u201eMeine Mutter sagte, Franz\u00f6sisch studieren nur die M\u00e4dchen. Und mein Vater hasst die Japaner. Er sagte, wenn du Japanisch studierst, bist du nicht mehr mein Sohn. Studiere Deutsch, die Deutschen sind wenigstens anst\u00e4ndig.\u201c Hmm.<\/p>\n<p>Der weltoffene, neugierige Blick der jungen Frauen und M\u00e4nner hatte es mir besonders angetan. Und was die eher pragmatische Entscheidung f\u00fcr das Studienfach angeht, bei vielen der jungen Leute kommt der Appetit tats\u00e4chlich beim Essen. Einige outeten sich regelrecht als Deutsch-Fans.<\/p>\n<figure id=\"attachment_1269\" aria-describedby=\"caption-attachment-1269\" style=\"width: 445px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-1269 size-full\" src=\"http:\/\/www.vordenker.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/studenten-nanjing-445.jpg\" alt=\"studenten-nanjing-445\" width=\"445\" height=\"250\" srcset=\"http:\/\/www.vordenker.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/studenten-nanjing-445.jpg 445w, http:\/\/www.vordenker.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/studenten-nanjing-445-300x169.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 445px) 100vw, 445px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-1269\" class=\"wp-caption-text\">Abschied von den Studierenden der Fakult\u00e4t f\u00fcr Germanistik<\/figcaption><\/figure>\n<p>Es folgte ein Abendessen mit dem Vize-Gouverneur der Provinz Jiangsu, wo noch einmal ausdr\u00fccklich anerkannt wurde, dass wir die Gedenkst\u00e4tte zum Nanjing-Massaker besucht hatten. Am Mittwoch-Morgen ging es zu einem Gewerbepark, in dem zwei deutsche Firmen ans\u00e4ssig sind, der KFZ-Zulieferer und -Hightech-Beleuchter <a href=\"http:\/\/www.hella.com\/hella-com\/index.html?rdeLocale=de\" target=\"_blank\">Hella<\/a> aus Lippstadt und der Starkstrom-Stecker-Hersteller (1000 V\/ 63 A) <a href=\"http:\/\/www.mennekes.de\/\" target=\"_blank\">Mennekes<\/a> aus Kirchhundem im Sauerland. Hier lie\u00df sich eine interessante Beobachtung bzgl. unterschiedlicher deutscher Firmenstrategien in China machen. Die Fa. Mennekes, die hierzulande in Sachen Elektromobilit\u00e4t unterwegs ist, baut in China aus in Deutschland produzierten Teilen u.a. Schaltschr\u00e4nke f\u00fcr chinesische U-Bahn-Systeme und hat dort einen hohen Marktanteil.<\/p>\n<p>Hella hingegen betreibt in China neben der Produktion auch Forschung und Entwicklung mit deutsch-chinesischen Ingenieurteams. Man stellt sich bei Hella bewusst international auf und ist der Auffassung, dass \u00fcber kurz oder lang auch in China das entsprechende KnowHow heimisch werden wird und nicht nur die nach Fernost ausgelagerte Produktion. Auf die Frage einer Kollegin, ob es Unterschiede zwischen den chinesischen und deutschen Ingenieuren gebe, antwortete der Hella-Manager, dass die chinesischen Ingenieure den deutschen in Sachen Fachwissen in Nichts nachst\u00fcnden, dass aber die \u201ekreativ-technische Probleml\u00f6sekompetenz\u201c bei den deutschen weitaus besser entwickelt sei. Er f\u00fchre diesen Vorsprung in erster Linie auf die starke Verschulung an den chinesischen Hochschulen zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Und was machen wir hier an unseren Hochschulen gerade? Verschulen. Na Prost Mahlzeit. Aber wir als Partei k\u00f6nnen uns wenigstens einen Teil der Argumente gegen zunehmende Verschulung in China abholen \ud83d\ude42<\/p>\n<p>Am Nachmittag folgte ein Trip in das etwa 100km entfernte Gaochun mit einem kurzen Spaziergang durch eine Altstadtgasse mit anschlie\u00dfender Besichtigung der Firma Jiangsu Gaochun Ceramics, einem auch international aufgestellten Hersteller von \u2013 wen wundert&#8217;s \ud83d\ude09 &#8211; chinesischem Porzellan. Gro\u00dfartig.<\/p>\n<p>Was mir besonders ins Auge fiel, am Ende der Altstadtgasse steht eine Art Gemeindehaus, mit einem digitalen 4 mal 3m Videoschirm an der Au\u00dfenwand. Man stelle sich das mal vor in einem Ort in Bayern oder im Sauerland ;-).<\/p>\n<p>Am Abend sind wir dann zum Abschied mit den charmanten Kolleginnen von NRW Invest Nanjing traditionell chinesisch Essen gegangen.<\/p>\n<p>Reisetipp Nanjing: in der Altstadt, Bierkneipe \u201eDas Schiff\u201c &#8211; die hei\u00dft wirklich so &#8211; mit eigenem Brauhaus: naturtr\u00fcbes helles und dunkles Oberg\u00e4riges, Publikum: viele gutgelaunte lustige Einheimische und Ausl\u00e4nder, gute Livemusik.<\/p>\n<h3>Station 3: Taiyuan, Provinz Shanxi<\/h3>\n<p>Am Donnerstag ging es fr\u00fch mit dem Flieger 960 km in nordwestliche Richtung nach Taiyuan, einer kleineren Provinzhauptstadt, die mit 4,2 Mio Einwohnern mal eben etwas gr\u00f6\u00dfer als Berlin ist. Die Provinz Shanxi ist historisches chinesisches Kernland, heute spielt wirtschaftlich der Bergbau, Steinkohle, Kupfer, Bauxit (Aluminium) und Schwefel, eine gro\u00dfe Rolle. Wir besuchten dort das deutsche Unternehmen <a href=\"http:\/\/www.cft-gmbh.de\/de\/startseite\/\" target=\"_blank\">CFT Compact Filter Technic<\/a> aus Gladbeck, das Luftfilter f\u00fcr den Bergbau produziert und in Taiyuan direkt mit einer chinesischen Firma f\u00fcr schweres Bergbauger\u00e4t kooperiert.<\/p>\n<figure id=\"attachment_1270\" aria-describedby=\"caption-attachment-1270\" style=\"width: 445px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-1270 size-full\" src=\"http:\/\/www.vordenker.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/tunnelbohrer445.jpg\" alt=\"tunnelbohrer445\" width=\"445\" height=\"250\" srcset=\"http:\/\/www.vordenker.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/tunnelbohrer445.jpg 445w, http:\/\/www.vordenker.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/tunnelbohrer445-300x169.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 445px) 100vw, 445px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-1270\" class=\"wp-caption-text\">Tunnelbohrkopf<\/figcaption><\/figure>\n<p>Der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer erl\u00e4uterte auch gleich die Firmenstrategie und -geschichte. Man sei aufgrund des R\u00fcckbaus der Steinkohlef\u00f6rderung in NRW, bei dem die Bergbauzulieferer von der Politik komplett vergessen worden seien, nach China ausgewichen, wo noch Kohle abgebaut wird. Dar\u00fcber hinaus ist die Firma mit ihren Filteranlagen ebenfalls im Tunnelbau engagiert, so auch beim zur Kompensation des Wassermangels im gelben Fluss geplanten 300 km langen Tunnel durch das Gebirge nach Tibet. CFT sieht zuk\u00fcnftige Bet\u00e4tigungsfelder im Bereich der Umwelttechnik.<\/p>\n<p>Am Nachmittag gab es ein Gespr\u00e4ch mit Vertretern des St\u00e4ndigen Ausschusses des Volkskongresses der Provinz Shanxi und dessen Vizepr\u00e4sidenten gefolgt von einem Abendbankett auf Einladung der Provinzregierung.<\/p>\n<p>Der Freitag war einem Besuch bei der Development and Reform Commission (DRC) der Provinz gewidmet. Hier hatten wir die Gelegenheit, mit ehemaligen und zuk\u00fcnftigen Stipendiaten des Landes NRW zu sprechen, die \u00fcber die Vermittlung der <a href=\"https:\/\/www.giz.de\/de\/weltweit\/16542.html\" target=\"_blank\">GIZ NRW<\/a> (Deutsche Gesellschaft f\u00fcr internationale Zusammenarbeit GmbH) f\u00fcr eine gewisse Zeit f\u00fcr Praktika nach NRW kommen k\u00f6nnen. Diese Praktika k\u00f6nnen entweder bei Firmen oder in \u00f6ffentlichen Institutionen abgeleistet werden.<\/p>\n<p>Das Interesse gerade an Praktika in Deutschland ist allgemein sehr hoch. Meine Gespr\u00e4chspartnerinnen und -Partner interessierten sich besonders f\u00fcr die Felder Umweltschutz und -\u00dcberwachung, Energiewirtschaft \u2013 hier waren die erneuerbaren Energien von besonderem Interesse &#8211; und Tourismuswirtschaft. Die Frage, wie viele Windr\u00e4der es denn in Deutschland gebe, konnte ich nicht beantworten, ich habe allgemein auf die deutsche Politik zur Energiewende hingewiesen und verschiedene damit verbundene Probleme angesprochen, z.B. die der Nord-S\u00fcd-Trasse und der Energiespeicherung. \u00dcber das offensichtlich wachsende Umweltbewusstsein und -Interesse der jungen Generation habe ich mich sehr gefreut. Da die Praktikanten im Vorfeld sehr gut und schriftlich \u00fcber die NRW-Delegation und ihre Mitglieder gebrieft wurden, sah ich mich vor der Aufgabe, die Piratenpartei zu \u201eerkl\u00e4ren\u201c (China in one week &#8211; pirates in 90 seconds). Hier kam das Sprachproblem zum Tragen, so dass ich unsere Dolmetscherin zu Hilfe rufen musste.<\/p>\n<p>Auf die Frage eines jungen Mannes, warum Deutsch denn so schwer sei und was er tun k\u00f6nne, um besser zu werden, gab ich Hinweise auf die Internetseiten deutscher Fernsehsender und deren Mediatheken (youtube wie auch google und facebook sind in China gesperrt). Wann er begonnen habe, Deutsch zu lernen, stellte ich als Gegenfrage. Bei der Antwort bin ich fast vom Stuhl gefallen: ein Monat.<\/p>\n<p>Am Nachmittag besuchten wir das UNESCO-Weltkulturerbe <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Pingyao\" target=\"_blank\">Pingyao<\/a>, eine gut erhaltene und teilweise wieder aufgebaute Stadt, deren Gr\u00fcndung etwa 800 vC erfolgte. Interessant ist auch die chinesische Variante der Museumsp\u00e4dagogik. Es gibt in einigen H\u00e4usern und auf den Stra\u00dfen live vorgetragene Spielszenen von Schauspielern in historischen Kost\u00fcmen. So konnten wir eine Gerichtsverhandlung beobachten, bei dem der Ton von Konserve \u00fcber Lautsprecher kam und die Schauspieler dazu die Lippen bewegten.<\/p>\n<p>Und f\u00fcr unseren letzten Abend in China hatte sich der Chef des Amtes f\u00fcr Ausw\u00e4rtige Angelegenheiten der Provinz Shanxi etwas Besonderes einfallen lassen. Wir bekamen als kulturellen Nachtisch des Abendessens Einblick in die Produktion handgemachter chinesischer Nudeln, und zwar der langen d\u00fcnnen, durch einen Nudeljongleur. Ein junges Paar brachte traditionell kost\u00fcmiert f\u00fcnf der etwa 20.000 Folklorest\u00fccke der Provinz Shanxi zu Geh\u00f6r, von denen einige \u00e4lter als 2000 Jahre sind. Sehr gew\u00f6hnungsbed\u00fcrftig f\u00fcr westliche Ohren \u2026<\/p>\n<h3>Fazit<\/h3>\n<p>Land und Leute haben mich begeistert. Dabei bin ich mir v\u00f6llig bewusst dar\u00fcber, dass den reisenden Abgeordneten aus dem Ausland eher \u201edie Schokoladenseite\u201c vorgef\u00fchrt wird, dass man ein bestimmtes Bild von China vermitteln will. Andererseits best\u00e4tigten mir aber Freunde und Bekannte, die China privat bereist haben, dass der Eindruck auch dann positiv ist, wenn die Reise touristischen Charakter hat. Bemerkenswert fand ich, dass Chinesinnen und Chinesen, die Deutsch sprechen, die ihre Gedanken auf Deutsch artikulieren, denen ich beim Formulieren zusehen konnte, einem in ihrem Denken \u00fcberhaupt nicht mehr fremd vorkommen. Teilweise gewann ich den Eindruck gr\u00f6\u00dferer N\u00e4he als beispielsweise zu einem S\u00fcditaliener oder einem Griechen. Und die Verwunderung dar\u00fcber gewinnt nochmal richtig Kraft durch den Kontrast zur optischen Wahrnehmung, denn asiatische Gesichter sehen nun mal ganz anders aus, als die von uns da bize&#8217;s, von uns Langnasen. Ein Eindruck, den ich \u00fcbrigens mit einigen Abgeordnetenkollegen teile. Besonders spannend finde ich die Tatsache, dass die chinesische Sprache und ihre Schrift mit Mehrfachbedeutungen operieren m\u00fcssen. Ein Wort ist nicht einfach nur ein phonetischer Bezeichner f\u00fcr Irgendwas. So erkl\u00e4rte mir unser Dolmetscher in Nanjing, gleichzeitig Dozent an der germanistischen Fakult\u00e4t der Uni und ausgewiesener Literaturfan, dass das chinesische Wort f\u00fcr Deutschland aus zwei Zeichen zusammengesetzt ist, dem Zeichen f\u00fcr Tugend und dem Zeichen f\u00fcr Land. Deutschland ist also das Land der Tugend. Hmm. Frankreich wiederum setzt sich zusammen aus den Zeichen f\u00fcr Gesetz und f\u00fcr Land, das Land des Gesetzes also.<\/p>\n<p>Was ich ich China wahrgenommen habe, ist offene Mitteilsamkeit und gro\u00dfe Neugier in der Kommunikation. Ich war schon vor der Reise nicht der Meinung, dass man vor China und seinen Menschen Angst haben muss. Das hat sich durch die Reise noch best\u00e4tigt. Vielmehr bin ich der Ansicht, dass bei unseren Landsleuten zum Teil vorhandene \u00c4ngste sp\u00e4te Ausw\u00fcchse der Schuld sind, die Europa bei der Eroberung der Welt auf sich geladen hat. Nichteurop\u00e4er ticken gl\u00fccklicherweise anders.<\/p>\n<p>Eine gewisse Trinkfestigkeit ist f\u00fcr Chinabesucher \u00fcbrigens von Vorteil. Es gibt oft hochprozentigen Reisschnaps. Auch das chinesische Wort f\u00fcr Prost!, <a href=\"http:\/\/dict.leo.org\/chde\/index_de.html#\/search=G\u0101nb\u0113i&amp;searchLoc=0&amp;resultOrder=basic&amp;multiwordShowSingle=on\" target=\"_blank\">G\u0101nb\u0113i!<\/a>, wartet mit einer Doppelbedeutung auf. Es hei\u00dft ebenso, Trink aus!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zuerst ver\u00f6ffentlicht am 02.12.2015 auf www.piratenpartei-nrw.de &#8211; jetzt auch erg\u00e4nzt um Links. Vom 24. bis zum 31. Oktober 2015 habe ich mit der Parlamentariergruppe China des Landtages NRW China besucht. An dieser Stelle will ich \u00fcber die Reise und auch \u00fcber meine pers\u00f6nlichen Eindr\u00fccke und Einsch\u00e4tzungen berichten \u2013 ganz im Sinn unseres piratigen Transparenzanspruchs.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[407,1,231,4],"tags":[408,409],"class_list":["post-1266","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-auslandsreise","category-politik","category-wirtschaftspolitik","category-wissenschaft","tag-china","tag-parlamentarierreise"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.vordenker.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1266","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.vordenker.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.vordenker.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.vordenker.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.vordenker.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1266"}],"version-history":[{"count":8,"href":"http:\/\/www.vordenker.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1266\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1336,"href":"http:\/\/www.vordenker.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1266\/revisions\/1336"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.vordenker.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1266"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.vordenker.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1266"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.vordenker.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1266"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}