{"id":2064,"date":"2019-03-18T23:15:32","date_gmt":"2019-03-18T21:15:32","guid":{"rendered":"http:\/\/www.vordenker.de\/blog\/?p=2064"},"modified":"2019-03-19T17:50:14","modified_gmt":"2019-03-19T15:50:14","slug":"vordenker-news-maerz-2019","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.vordenker.de\/blog\/2064\/vordenker-news-maerz-2019\/","title":{"rendered":"vordenker news M\u00e4rz 2019"},"content":{"rendered":"\n<p>Liebe Vordenkerinnen, liebe Vordenker,<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"255\" height=\"397\" src=\"http:\/\/www.vordenker.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/embodiments.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2066\" srcset=\"http:\/\/www.vordenker.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/embodiments.jpg 255w, http:\/\/www.vordenker.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/embodiments-193x300.jpg 193w\" sizes=\"auto, (max-width: 255px) 100vw, 255px\" \/><figcaption>Buchcover &#8211; Embodiments of Mind<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>dieses Mal nehmen wir die im Kontext der Debatten um \u201ek\u00fcnstliche Intelligenz\u201c gef\u00fchrte Diskussion \u00fcber \u201eautonome\u201c Automobile und ethische Maschinen, bzw. Maschinenethik zum aktuellen Anlass, einen <a rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"Vortrag (\u00f6ffnet in neuem Tab)\" href=\"https:\/\/www.vordenker.de\/ggphilosophy\/mcc_ethical_en_ger.pdf\" target=\"_blank\">Vortrag<\/a> des Physiologen und Kybernetikers Warren S. McCulloch aus dem Jahr 1952 in einer neuen deutschen \u00dcbersetzung \u2013 mit Hilfe des \u00dcbersetzungsprogramms <a rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"DeepL (\u00f6ffnet in neuem Tab)\" href=\"https:\/\/www.deepl.com\/translator\" target=\"_blank\">DeepL<\/a> &#8211; zu pr\u00e4sentieren, inklusive <a rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"Anmerkungen  (\u00f6ffnet in neuem Tab)\" href=\"https:\/\/www.vordenker.de\/vgo\/anmerkungen_mcc-toward.pdf\" target=\"_blank\">Anmerkungen <\/a>dazu von Eberhard von Goldammer, in denen detailliert begr\u00fcndet wird, warum dieser \u201ealte\u201c Vortrag heute noch eine Rolle spielt. Er tr\u00e4gt den Titel \u201e<a href=\"https:\/\/www.vordenker.de\/ggphilosophy\/mcc_ethical_en_ger.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"Toward Some Circuitry of Ethical Robots or an Observational Science of the Genesis of Social Evaluation in the Mind Like Behavior of Artifacts (\u00f6ffnet in neuem Tab)\">Toward Some Circuitry of Ethical Robots or an Observational Science of the Genesis of Social Evaluation in the Mind Like Behavior of Artifacts<\/a>\u201d. Bevor man sich jetzt verstolpert, hier ein \u00dcbersetzungsvorschlag, \u201cZu Schaltkreisen ethischer Roboter oder: Eine Beobachtungswissenschaft der Genese sozialer Bewertungen im verstandes\u00e4hnlichen Verhalten von Artefakten\u201d.<\/p>\n\n\n<p>Dar\u00fcber hinaus ver\u00f6ffentlichen wir drei weitere Aufs\u00e4tze des Zeichentheoretikers Prof. Dr. Alfred Toth sowie eine Ank\u00fcndigung eines \u201cVorlasses\u201d in Form einer \u201ckleinen Form\u201d. Aber der Reihe nach \u2026.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n\n\n<p><strong>Zun\u00e4chst zu Warren McCulloch &#8230;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>2011 erschien die Aufsatzsammlung \u201cMachine Ethics\u201d, herausgegeben von Susan Leigh Anderson und Michael Anderson, die als ein Grundlagenwerk des Gebietes verstanden werden kann. Gewisserma\u00dfen als Vorlauf, im Oktober 2010 ver\u00f6ffentlichten die Herausgeber im Scientific American einen Essay mit dem Titel \u201c<a href=\"https:\/\/franz.com\/success\/customer_apps\/artificial_intelligence\/EthEl\/robot-be-good.PDF\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"Robot Be Good (\u00f6ffnet in neuem Tab)\">Robot Be Good<\/a>\u201d, den besonders interessant macht, dass erstmals versucht wurde, die Geschichte des Begriffs \u201cMaschinenethik\u201d nachzuzeichnen. Dazu pr\u00e4sentieren die Autoren einen Zeitstrahl zum Thema.  Darin findet sich der Hinweis, dass es Warren McCulloch war, der 1952 die erste wissenschaftliche Betrachtung ethischer Maschinen ver\u00f6ffentlichte. Es handelt sich dabei um eben jenen Vortragstext, den wir hier in einer neuen \u00dcbersetzung pr\u00e4sentieren.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.vordenker.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Bild-diallele_bereinigt-ohne-beschriftung.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2069\" width=\"250\" height=\"255\" srcset=\"http:\/\/www.vordenker.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Bild-diallele_bereinigt-ohne-beschriftung.jpg 400w, http:\/\/www.vordenker.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Bild-diallele_bereinigt-ohne-beschriftung-294x300.jpg 294w\" sizes=\"auto, (max-width: 250px) 100vw, 250px\" \/><figcaption>Diallele, elementares McCulloch NN, zusammengesetzt aus 6 Neuronen, 3 Effektoren und 3 Sensoren<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>So weit, so gut. Ungleich mehr \u00fcberrascht, dass der Mitbegr\u00fcnder der Kybernetik in seinem Vortrag 1952 eine Linie des Denkens er\u00f6ffnete, die in nahezu allen Publikationen des neuen Jahrtausends zur Maschinenethik nicht wieder aufgegriffen wurde. Denn er sagt klipp und klar, dass ethische und \u00e4sthetische Werturteile nicht zwangsl\u00e4ufig hierarchisierbar sind, dass sie sich nicht notwendigerweise in eine eindeutige Rangliste der Werte bringen lassen. Bereits 1945 hatte McCulloch in seinem Aufsatz \u201c<a rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"A Heterarchy of Values, Determined by the Topology of Nervous Nets (\u00f6ffnet in neuem Tab)\" href=\"https:\/\/www.vordenker.de\/ggphilosophy\/mcculloch_heterarchy.pdf\" target=\"_blank\">A Heterarchy of Values, Determined by the Topology of Nervous Nets<\/a>\u201d darauf hingewiesen. In diesem Kontext sind auch McCullochs Bemerkungen und John von Neumanns Erwiderungen dazu in den Diskussionen auf dem Hixon-Symposium zu verstehen, wo McCulloch explizit darauf hinwies, dass unsere Logik nicht ausreiche, um Ph\u00e4nomene wie nicht-hierarchisierbare Werturteile ad\u00e4quat zu beschreiben. N\u00e4here Erl\u00e4uterungen hierzu und dazu, was dies mit Aristoteles\u2019 \u201cmetabasis eis allo genos\u201d zu schaffen hat, kann in den <a rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"Anmerkungen (\u00f6ffnet in neuem Tab)\" href=\"https:\/\/www.vordenker.de\/vgo\/anmerkungen_mcc-toward.pdf\" target=\"_blank\">Anmerkungen<\/a> von Eberhard von Goldammer nachgelesen werden.<\/p>\n\n\n\n<p>All denjenigen, die sich trauen, etwas weiter und tiefer zu denken, f\u00e4llt nat\u00fcrlich auf, dass mit der Nicht-Hierarchisierbarkeit von ethischen und \u00e4sthetischen Werturteilen das Konzept des Homo oeconomicus nun auch aus streng formaler Sicht komplett hinf\u00e4llig ist. Jedoch gibt es Zeitgenossen, die es zusammen mit der Neoklassik unabl\u00e4ssig weiter predigen &#8230;<br><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Zum n\u00e4chsten Punkt, von Prof. Dr. Alfred Toth sind drei weitere Aufs\u00e4tze neu publiziert &#8230;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><a rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"Kontexturierung der qualitativen Zeichenzahlen (\u00f6ffnet in neuem Tab)\" href=\"https:\/\/www.vordenker.de\/toth\/Kontexturierung_der qualitativen_Zeichenzahlen.pdf\" target=\"_blank\">Kontexturierung der qualitativen Zeichenzahlen<\/a>  <br><a rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"Ortsfunktionalisierung der polykontexturalen Zahlen (\u00f6ffnet in neuem Tab)\" href=\"https:\/\/www.vordenker.de\/toth\/Ortsfunktionalisierung_der_polykontexturalen_Zahlen.pdf\" target=\"_blank\">Ortsfunktionalisierung der polykontexturalen Zahlen<\/a><br><a href=\"https:\/\/www.vordenker.de\/toth\/Skizze_einer_semiotischen_zellulaeren_Automatentheorie.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\" (\u00f6ffnet in neuem Tab)\">Skizze einer semiotischen zellul\u00e4ren Automatentheorie<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Prof. Dr. Alfred Toth promovierte 1988 in Mathematik und 1990 in Philosophie bei Prof. Dr. Max Bense, seine Habilitation in Mathematik erfolgte 1995.  Seit 2001 leitet er das <a href=\"http:\/\/www.mathematical-semiotics.com\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"Semiotisch-Technische Laboratorium (\u00f6ffnet in neuem Tab)\">Semiotisch-Technische Laboratorium<\/a> (STL) in Tucson, Arizona. Seine Hauptarbeitsgebiete sind Topologie, Kategorietheorie, Zeichentheorie (Semiotik) und Objekttheorie (Ontik).<\/p>\n\n\n\n<p>Er ist der \u00dcberzeugung, dass ein Gro\u00dfteil der Fragen, welche die Kybernetik der 1960er Jahre aufgeworfen hat, heute noch nicht einmal ansatzweise beantwortet sind und dass es eine sehr gro\u00dfe Anzahl weiterer Fragen gibt, deren Wurzeln in die gleiche Zeit zur\u00fcckreichen und die von gr\u00f6\u00dfter Bedeutung f\u00fcr die Gegenwart sind. In den genannten drei neuen Aufs\u00e4tzen greift er die von Rudolf Kaehr f\u00fcr die polykontexturale Logik und die qualitative Mathematik benutzten zellul\u00e4ren Automaten auf, um einerseits ihre Relevanz f\u00fcr die Semiotik aufzuzeigen und um andererseits auf diesem Wege zwei neue M\u00f6glichkeiten der Vereinigung von polykontexturaler und ortsfunktionaler Zahlentheorie vorzubereiten.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Und last but not least ein Vorlass &#8230;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.vordenker.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/VorlassCover.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2073\" width=\"208\" height=\"320\" srcset=\"http:\/\/www.vordenker.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/VorlassCover.jpg 415w, http:\/\/www.vordenker.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/VorlassCover-195x300.jpg 195w\" sizes=\"auto, (max-width: 208px) 100vw, 208px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Nach dem Lyrik-Schuber sind nun auch alle Exemplare des Prosa-Werks von A. J. Weigoni handsigniert und limitiert in einem Schuber aus schwarzer Kofferhartpappe erh\u00e4ltlich. Nur darin enthalten ist der Band Vorlass. Es hat sich in der Literaturwissenschaft eingeb\u00fcrgert, f\u00fcr kurze Texte den Begriff \u201eKleine Form\u201c zu verwenden. Dieses \u00b4Beiwerkchen` verweigert sich allerdings der umstandslosen Zuordnung, es ist eine Gebrauchsprosa, die sowohl biographische, werkgenetische als auch poetologische Fragen beantwortet. Der Vorlass dient der Erschliessung der werkgeschichtlichen Dimension. Dieses Werk ist ein einmaliges Zeugnis einer bestimmten individuellen Konstellation, zugleich aber eine Realisation der Literatur insgesamt, jenes gr\u00f6\u00dften Erkenntnissystems.<\/p>\n\n\n\n<p>Viel Spa\u00df beim Lesen und St\u00f6bern, <br>Ihr Joachim Paul (Hrsg.)<br><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Liebe Vordenkerinnen, liebe Vordenker, dieses Mal nehmen wir die im Kontext der Debatten um \u201ek\u00fcnstliche Intelligenz\u201c gef\u00fchrte Diskussion \u00fcber \u201eautonome\u201c Automobile und ethische Maschinen, bzw. Maschinenethik zum aktuellen Anlass, einen Vortrag des Physiologen und Kybernetikers Warren S. 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