{"id":2509,"date":"2024-04-22T14:19:08","date_gmt":"2024-04-22T12:19:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.vordenker.de\/blog\/?p=2509"},"modified":"2024-04-22T18:08:37","modified_gmt":"2024-04-22T16:08:37","slug":"die-haben-kant-nicht-ordentlich-gelesen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vordenker.de\/blog\/2509\/die-haben-kant-nicht-ordentlich-gelesen\/","title":{"rendered":"Die haben Kant nicht ordentlich gelesen \u2026."},"content":{"rendered":"\n<p>z<strong>usammengestellt von Joachim Paul<\/strong><\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-large is-resized\"><a href=\"http:\/\/www.vordenker.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/Kant_gemaelde_3.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"785\" height=\"1024\" src=\"http:\/\/www.vordenker.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/Kant_gemaelde_3-785x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2510\" style=\"width:375px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/www.vordenker.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/Kant_gemaelde_3-785x1024.jpg 785w, https:\/\/www.vordenker.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/Kant_gemaelde_3-230x300.jpg 230w, https:\/\/www.vordenker.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/Kant_gemaelde_3-768x1002.jpg 768w, https:\/\/www.vordenker.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/Kant_gemaelde_3.jpg 1009w\" sizes=\"auto, (max-width: 785px) 100vw, 785px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Kant. Portrait von Johann Gottlieb Becker (1720-1782)<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>&gt;<a href=\"https:\/\/www.vordenker.de\/jpaul\/jp_Zitate_ueber_Kant.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Direkt zum Download als PDF<\/a>&lt;<\/p>\n\n\n\n<p>Das Wiegenfest des designierten Vaters der Aufkl\u00e4rung j\u00e4hrt sich am Montag den 22. April 2024 zum 300sten Mal, ein stolzes Alter f\u00fcr einen gerade jetzt in Zeiten der umsichgreifenden Antiaufkl\u00e4rung aktuellen Philosophen, mag manch philosophieaffiner Mitmensch denken.<\/p>\n\n\n\n<p>Aus diesem Anlass gibt es hier einen kleinen Blumenstrau\u00df aus weniger bekannten Zitaten und Textschnipseln, nicht von sondern \u00fcber Kant.<\/p>\n\n\n\n<p>Versammelt sind hier Paul Alsberg, Dirk Baecker, Claus Baldus, Stafford Beer, Markus Gabriel, Gotthard G\u00fcnther, Oskar Negt, Kitaro Nishida, Rainer Paslack, Corine Pelluchon und Stephen Toulmin.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Titel dieser Mini-Sammlung, \u201eDie haben Kant nicht ordentlich gelesen\u201c, entstand <\/p>\n\n\n<p><!--more--><\/p>\n\n\n<p>aus einem Satz eines Gotthard G\u00fcnther-Zitates und kann hier auch als Platzhalter f\u00fcr die \u00fcblichen Streitereien innerhalb der kontinentalen Philosophie verstanden werden. So warf beispielsweise der <a href=\"https:\/\/www.ruhr-uni-bochum.de\/bkm\/archivseiten\/23_hamacher.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Komparatist Werner Hamacher Hans Blumenberg vor, dass er Aristoteles\u2019 Nikomachische Ethik nicht ordentlich gelesen habe<\/a>.[1] <a href=\"https:\/\/www.vordenker.de\/ggphilosophy\/schmitz_rezens-idee-grundr.pdf\">Hermann Schmitz wiederum warf G\u00fcnther vor, Hegel nicht ordentlich gelesen zu haben<\/a> [2], etc., kurz, es scheint ein akademisches Naturgesetz zu sein, dass es immer einen Philosophen X gibt, der einem Philosophen Y vorwirft, einen Philosophen Z \u201enicht ordentlich gelesen\u201c zu haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Dabei ist allgemein bekannt, dass auch in Philosophiekreisen Werke anderer &#8211; nicht zugegeben &#8211; h\u00e4ufig nur \u201ediagonal\u201c gelesen, \u201e\u00fcberflogen\u201c oder nach gerade zu eigenen Absichten passenden Textstellen durchsucht werden, etc., sodass die Formulierung \u201enicht ordentlich gelesen\u201c vordergr\u00fcndig betrachtet gerade noch als h\u00f6flich interpretiert werden kann. Nicht selten wird aber hinter \u201enicht ordentlich gelesen\u201c eher ein \u201e\u00fcberhaupt nicht verstanden\u201c oder gar ein \u201ein Grundz\u00fcgen missverstanden\u201c versteckt.<\/p>\n\n\n\n<p>Dem \u201eShooting Star\u201c der deutschen akademischen Philosophie, Markus Gabriel, m\u00f6chte ich so etwas allerdings nicht unterstellen, obwohl er sich unl\u00e4ngst in einem <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/zeit-geschichte\/2024\/01\/markus-gabriel-philosophie-immanuel-kant\/komplettansicht\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Zeit-Interview <\/a>zu der Bemerkung herablie\u00df, Kant sei selbst kein aufgekl\u00e4rter Mensch, sich aber gleichwohl der Notwendigkeit zur Aufkl\u00e4rung bewusst gewesen [3]. Aus dieser Aussage kann geschlossen werden, dass sich dahinter m\u00f6glicherweise eine Art des Verst\u00e4ndnisses verbirgt, die Aufkl\u00e4rung eher als Zustand und weniger als stetigen Prozess begreift.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber vielleicht ist das zu hoch gegriffen und Gabriels Bemerkung ist lediglich dem geschuldet, was das <a href=\"https:\/\/jungle.world\/artikel\/2013\/35\/der-bengel-faktor\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Feuilleton der Zeitschrift Jungle World schon 2013 den \u201eBengel-Faktor\u201c nannte<\/a>.[4] Man mag hinzuf\u00fcgen, dass heutzutage im Zeitalter der im Dienste der kapitalistischen Ordnung stehenden Aufmerksamkeits\u00f6konomie auch philosophische Einlassungen nicht selten zwischen kalkulierten Frechheiten und gleicherma\u00dfen geradezu provokant Offensichlichem changieren k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die diesem Beitrag seinen Titel gebende Formulierung taucht in einem Interview auf, dass Gotthard G\u00fcnther kurz vor seinem Tod 1984 seinem ehemaligen Mitarbeiter und Promovenden Claus Baldus gab, \u201e<a href=\"https:\/\/www.vordenker.de\/ggphilosophy\/phaidros.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Phaidros und das Segelflugzeug: Von der Architektonik der Vernunft zur technischen Utopie<\/a>\u201c[5]:<\/p>\n\n\n\n<p>Claus Baldus, CB:<em> Sie sind von der indischen Philosophie zun\u00e4chst zu Kant \u00fcbergegangen, dann von Kant weiter zu Hegel. Warum sind Sie weiter zu Hegel gegangen? Viele andere moderne Denker sind ausdr\u00fccklich bei Kant stehen geblieben.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Gotthard G\u00fcnther, GG:<em> Die haben Kant nicht ordentlich gelesen. Wenn sie die Passage, die in seiner &#8222;Kritik der reinen Vernunft&#8220; von der &#8222;Amphibolie der Reflexionsbegriffe&#8220; und vom &#8222;transzendentalen Schein&#8220; handelt, gelesen h\u00e4tten, dann h\u00e4tten sie gesehen, da\u00df man ohne Dialektik nicht durchkommt. Was ist der Mechanismus, der den Schein produziert, der unser Denken immer wieder irritiert? und zwar in einer Art des Betrugs, der &#8222;unhintertreiblich&#8220; ist, wie Kant w\u00f6rtlich sagt. Der Schein entsteht, wenn ich \u00fcber das Subjekt rede, denn ich kann nicht anders \u00fcber das Subjekt reden, als da\u00df ich es als Gegenstand nehme, da\u00df hei\u00dft indem es Objekt f\u00fcr mich wird, und damit nicht mehr das ist, was es ist. Das Reden, Urteilen \u00fcber ein Subjekt verkehrt es in sein Gegenteil. Selbst wenn ich diesen Schein f\u00fcr mich aufgedeckt habe, unterliege ich ihm weiter, kann nicht heraus aus ihm.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>CB:<em> Sie haben eben gesagt, Kant habe festgestellt, da\u00df dem Subjekt, wenn es \u00fcber sich selbst nachdenken will, nichts anderes \u00fcbrig bleibt, als sich selbst zum Objekt zu machen und sich damit scheinhaft zu verkleiden. Was war der Fortschritt, den Fichte, Hegel und Schelling gegen\u00fcber Kant in dieser Situation erreichten?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>GG:<em> Kant war der kritische Wegbereiter, der das Problem aufgewiesen hat, Fichte und Hegel haben eine systematische Theorie darauf aufgebaut. Sie haben die Dialektik der Ding- und Selbsterfahrungen des Bewu\u00dftseins, des Verh\u00e4ltnisses von Subjekt und Objekt, Sein und Nichts, Wesen und Schein, Einheit und Vielheit usw. systematisch entwickelt. Ich mu\u00df Ihnen allerdings sagen, da\u00df ich Fichte im Grunde genommen erst nachtr\u00e4glich durch Gehlens &#8222;Theorie der Willensfreiheit&#8220; entdeckt habe. Ich fing von vornherein mit Hegel an. Ich fand damals gleich, obwohl mich einige Sachen von Fichte wie die &#8222;Anweisung zum seligen Leben&#8220; stark fesselten: wenn man \u2013 und das lag in mir irgendwie drin \u2013 exakt sein wollte, wenn man eine exakte Theorie der zwischen Subjekt und Objekt wirksamen Dialektik entwickeln wollte, dann mu\u00dfte man versuchen, diese Exaktheit bei Hegel rauszukriegen. Hegel ist weiter gegangen als Fichte. Ich glaube, ich hab&#8217;s jetzt raus, das Bindeglied zwischen Sein und Nichts, aber das hat mich sechzig Jahre gekostet. Was Schelling betrifft, immer wieder, wenn ich ihn lese, \u00e4rgere ich mich \u00fcber ihn: &#8222;Man sieht&#8217;s doch, nun sag&#8217;s doch mal deutlich, verdammt noch mal!&#8220; Aber nichts zu machen. Nein, so kann man nicht denken. Er war der Romantiker unter den Idealisten, und wie bei allen Romantikern blieb sein Denken fragmentarisch. Sein Hauptwerk, die &#8222;Weltalter-Philosophie&#8220;, ist unvollendet geblieben, ist Fragment. Allerdings halte ich daran fest, da\u00df es bei Schelling eine relevante Problematik gibt, sehr sogar. Das sind tastende Versuche gewesen auf der einen Seite von Fichte, auf der anderen von Schelling. Aber die sind genauso im Nebel herumgetappt wie ich, bei Hegel gibt es doch wenigstens Anhalte.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Kant ist also ein Wegbereiter, auf dessen Basis dann die Idealisten, wie G\u00fcnther sagt \u201eim Nebel\u201c weiter herumtappten.<\/p>\n\n\n\n<p>Dass Kants Werk auch weit in die Naturwissenschaften hinein ausstrahlte, d\u00fcrfte hinreichend bekannt sein, weniger aber, dass dies auch f\u00fcr neuere Begrifflichkeiten gelten mag, die erst ab Mitte des 20 Jh. in den Fokus wissenschaftlicher Aufmerksamkeit gerieten. Der Humanbiologe und Philosoph Rainer Paslack ist in seiner \u201eUrgeschichte der Selbstorganisation\u201c diesem Begriff auf der Spur, f\u00fcr den er einen ersten neuzeitlichen Anker bei Kant sieht:<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eDer Gebrauch des Ausdrucks \u201eSelbstorganisation\u201c im modernen Sinne ist (mindestens) bis I. Kant (1724-1804) zur\u00fcckzuverfolgen, der sich in der \u201eKritik der Urteilskraft\u201c von 1790 mit der internen Zweckm\u00e4\u00dfigkeit in der Natur, also ihren systemischen Eigenschaften auseinandersetzte. Das besondere Denkproblem bestand fur Kant darin, fur die Erkl\u00e4rung der Zweckm\u00e4\u00dfigkeit die Zwecke selbst nicht heranzuziehen, da diese nicht weniger \u00bbblind\u00ab wirken und bewirkt werden wie alle anderen kausalen Wechselwirkungen. Die begriffliche L\u00f6sung, die Kant anbot, steht in einer gewissen N\u00e4he zu den heutigen Theorien der Autopoiesis (Maturana\/Varela) und Selbstorganisation:<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>\u201e<em>In einem solchen Produkte der Natur wird ein jeder Teil, so, wie er nur durch alle \u00fcbrige da ist, auch als um der andern und des Ganzen willen &#8211; existierend, d. i. als Werkzeug (Organ) gedacht: welches aber nicht genug ist (denn er k\u00f6nnte auch Werkzeug der Kunst sein, und so nur als Zweck \u00fcberhaupt moglich vorgestellt werden); sondern als ein die andern Teile (folglich jeder den andern wechselseitig) hervorbringendes Organ, dergleichen kein Werkzeug der Kunst, sondern nur der allen Stoff zu Werkzeugen (selbst denen der Kunst) liefernden Natur sein kann: und nur dann und darum wird ein solches Produkt, als organisiertes und sich <strong>selbst organisierendes Wesen<\/strong> [Hervorhebung: R.P.], ein Naturzweck genannt werden k\u00f6nnen\u201c.[K1]<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Der Ausdruck \u00bbSelbstorganisation\u00ab wird hier auf das Verm\u00f6gen der Natur angewandt, scheinbar zweckgerichtet Ordnung (wie etwa Planetensysteme [K2] oder Organismen) hervorzubringen. Kant vereinigt hier bestimmte Ideen Descartes&#8216; und Newtons in seiner Vorstellung, da\u00df die Materie in sich ein Bestreben tr\u00e4gt \u201esich zu bilden\u201c.\u201c[6]<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Der Kybernetiker Stafford Beer geht noch einen Schritt weiter, er bezieht sich in seinem Vorwort zu \u201eAutopoiesis \u2013 The Organization of the Living\u201c (dt.: Autopoietische Systeme: eine Bestimmung der lebendigen Organisation) &#8211; von Humberto Maturana und Francisco Varela auf Kant und nutzt ihn gleich, um \u2013 ganz im Sinne der gerade in den 50er Jahren des 20. Jh. neu aufgekommenen Kybernetik gegen Kategorien- und Schubladendenken in den wissenschaftlichen Disziplinen zu argumentieren:<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eDie Revolte der Rationalisten \u2011 Descartes, Spinoza, Leibniz \u2011 entsprang ei\u00adnem Prinzip des &#8222;methodischen Zweifels&#8220;. Sie verlor sich jedoch in den Mecha\u00adnismus, in Dualismus und immer weitere Kategorisierungen, und endete schlie\u00df\u00adlich mit der Leugnung jeder Relation schlechthin. Relationen sind jedoch der Stoff, aus dem Systeme gemacht werden. Relationen sind auch das Wesen aller Synthese. Die Revolte der Empiristen \u2011 Locke, Berkeley, Hume \u2011 entsprang der Problematik des Verstehens der Umwelt. Analyse war jedoch immer noch die Methode und Kategorisierung immer noch das praktische Werkzeug des Fort\u00adschritts. In dem bizarren Ergebnis dieser Geschichte \u2011 die Empiristen kamen so weit, die tats\u00e4chliche Existenz der empirischen Welt zu leugnen \u2011 \u00fcberlebte die Relation, \u2011 aber nur im Begriff der geistigen Verkn\u00fcpfung geistiger Ereignisse. Das System &#8222;drau\u00dfen&#8220;, das wir Natur nennen, war in dem Proze\u00df vernichtet worden.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Als sich schlie\u00dflich Kant mit seinem \u00fcberragenden Geist an die Aufkl\u00e4rung dieser Probleme machte, war die Schlacht bereits verloren. Wenn n\u00e4mlich \u2011 und ich zitiere ihn \u2011 unbewu\u00dftes Verstehen die Sinneserfahrung in Schemata, bewu\u00df\u00adtes Verstehen sie dagegen in Kategorien organisiert, dann bleibt der Begriff der Identit\u00e4t f\u00fcr immer transzendental. [\u2026.]<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Wenn dies aufgrund meiner Bemerkungen \u00fcber Kant zu bedeuten scheint, da\u00df es die Disziplinen ausl\u00f6scht, dann sind wir bereits einen Schritt weiter. Da n\u00e4mlich liegt mein Glaube an die allgemeine Bedeutung dieser (Maturanas und Varelas, Anm. JP) Arbeit. Die Aufl\u00f6sung der von mir beschriebenen verfahrenen Situation des Disziplinen\u00adsystems mu\u00df meta-systemisch erfolgen, nicht blo\u00df interdisziplin\u00e4r. Wir haben kein Interesse an der Bildung einer Liga disziplin\u00e4rer Paranoiker, wir sind viel\u00admehr (wie Hegel uns gesagt h\u00e4tte) an einer h\u00f6heren Synthese der Disziplinen in\u00adteressiert.\u201c[7]<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Kant also liefert Beer zufolge auch den Anlass f\u00fcr eine wissenschaftlich-methodische Revolution, eine neue Kultur des Denkens, so wie sie in der aufkommenden Kybernetik gefordert wurde.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/www.vordenker.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/Kant_doerstling2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"647\" src=\"https:\/\/www.vordenker.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/Kant_doerstling2-1024x647.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2516\" srcset=\"https:\/\/www.vordenker.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/Kant_doerstling2-1024x647.jpg 1024w, https:\/\/www.vordenker.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/Kant_doerstling2-300x190.jpg 300w, https:\/\/www.vordenker.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/Kant_doerstling2-768x485.jpg 768w, https:\/\/www.vordenker.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/Kant_doerstling2-1536x970.jpg 1536w, https:\/\/www.vordenker.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/Kant_doerstling2.jpg 1575w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Kant und seine Tischgenossen, von Emil Doerstling (1859-1940)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>F\u00fchrende Vertreter der neuen Denkkultur der Kybernetik vertreten die Auffassung, dass nicht ausschlie\u00dflich der Mensch allein das eigentliche Subjekt der Geschichte sei, sondern das Universum selbst, weil es Leben und darauf basierend Reflexionsprozesse und Bewusstsein hervorbringen kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Gedankeng\u00e4nge implizit st\u00fctzend weist der britisch-amerikanische Philosoph Stephen Toulmin in seinem Grundlagenwerk \u201eKosmopolis &#8211; Die unerkannten Aufgaben der Moderne\u201c, in dem es ihm ausdr\u00fccklich nicht um ein Wissenschaftsverst\u00e4ndnis geht, wie es die \u201emodernen Positivisten verstehen, sondern um eine Kosmopolis, die ein umfassendes Weltbild liefert und die Dinge ebensowohl \u203apolitisch\u2011theologisch\u2039 wie wissenschaftlich oder erkl\u00e4rend zueinander in Beziehung setzt\u201c, auf diese Weiterung unseres Geschichtsbegriffs als eine Notwendigkeit hin. Er leistet dies durch einen Hinweis auf ein kritisches Argument Kants:<\/p>\n\n\n\n<p><em>Kant begann seine Kritik des damaligen Weltbildes in der Allgemeinen Naturgeschichte\u2026 (1755) mit dem Argument, die Natur habe so gut wie die Menschheit eine Geschichte.\u201c[8]<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Der lange in Vergessenheit geratene und durch Dieter Claessens und Peter Sloterdijk wiederentdeckte j\u00fcdische Anthropologe und Arzt Paul Alsberg pr\u00e4gte in seinem Werk \u201e<a href=\"https:\/\/www.vordenker.de\/alsberg\/p-alsberg_menschheitsraetsel.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Das Menschheitsr\u00e4tsel<\/a>\u201c den Begriff der K\u00f6rperausschaltung als notwendigen zweiten Begriff neben dem der (K\u00f6rper-)Anpassung. Mit dessen Hilfe konnte nun \u2013 im Unterschied zum k\u00f6rperlich ideal an die Umgebung angepassten Tier &#8211; an eine Weichenstellung innerhalb der menschlichen Evolution gedacht werden. Alsberg sieht bei Kant eine Vorahnung einer Einheit von Kultur und Natur, wenn er schreibt:<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eDer gro\u00dfe deutsche Philosoph Kant, der auch schon eine &#8222;Naturgeschichte&#8220; der Himmelsk\u00f6rper schrieb; drang sogar zu der weittragenden Gedan\u00adkenkonzeption vor, da\u00df der Ausgang des Menschentums im \u00dcbergang &#8222;aus dem G\u00e4ngelwagen des Instinkts zur Leitung der Vernunft, aus der Vormundschaft der Natur in den Stand der Frei\u00adheit&#8220; zu erblicken sei. Hier wird schon die Einheit von Kultur und Natur vorgeahnt.<br>Denn indem der Mensch sein &#8222;gr\u00f6\u00dftes&#8220; Problem, das einer &#8222;allgemein das Recht verwaltenden b\u00fcrgerlichen Gesellschaft&#8220;, zur L\u00f6sung zu bringen versucht, handelt er im Sinn der Natur, f\u00fchrt er in Bewu\u00dftheit seine nat\u00fcrliche Entwicklung fort. Somit decken sich die idealen Ziele der Menschheit, als der philosophische Ausdruck eines tiefen &#8222;biologischen&#8220; Bed\u00fcrfnisses, mit den nat\u00fcrlichen Zielen der Menschheitsentwicklung.\u201c[9]<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Unter der Frage \u201e<a href=\"https:\/\/www.yumpu.com\/de\/document\/view\/7392265\/was-ist-kultur-dirk-baecker\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Was ist Kultur?<\/a>\u201c richtet der Soziologe Dirk Baecker den Fokus auf den inneren Gegensatz der den Menschen gleicherma\u00dfen gl\u00fccklich und ungl\u00fccklich machenden Kultur, ersteres im Unterschied zur Not der Tiere, zweiteres durch Unterwerfung der spielerischen Natur des Menschen unter k\u00fcnstliche Regeln, und verweist auf die Kantische Konsequenz aus eben jenem Gegensatz:<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eViertens: Kultur ist die Hervorbringung der Tauglichkeit eines vern\u00fcnftigen Wesens zu beliebigen Zwecken \u00fcberhaupt. So der Philosoph Immanuel Kant, der diese Tauglichkeit als eine Kombination von Geschicklichkeit, Willen und Freiheit vom Despotismus der Begierden des n\u00e4heren beschrieben hat.[K3] Kant zieht so bereits die Konsequenz aus der Gegens\u00e4tzlichkeit der ersten beiden Bestimmungen und aus der Einsicht in das Historische der Kultur in der dritten Bestimmung. Der Kultur verdanken wir die F\u00e4higkeit, etwas aus uns zu machen, zu unserem Gl\u00fcck und zu unserem Ungl\u00fcck, abh\u00e4ngig von der Zeit und den Umst\u00e4nden, in denen wir leben, und auf die Spur gebracht von der Einsicht in die historische Kontingenz unserer Umst\u00e4nde.\u201c[10]<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Eine Erneuerung der Aufkl\u00e4rung, oder wenn man so will eine Aufkl\u00e4rung 2.0, geh\u00f6rt zum Programm der franz\u00f6sischen Philosophin Corine Pelluchon. Im Absatz \u201eVernunft und Wertsch\u00e4tzung\u201c des Kapitels 6 \u201eEuropa als Erbe und Verhei\u00dfung\u201c ihres Werks \u201eDas Zeitalter des Lebendigen &#8211; Eine neue Philosophie der Aufkl\u00e4rung\u201c warnt sie mit Kant eindringlich vor der Verachtung unserer Rationalit\u00e4t und vor Propheten:<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eDer Intuitionismus st\u00fctzt sich dagegen auf eine intellektuelle Intuition, die uns in unmittelbaren Kontakt mit der absoluten Wahrheit bringen soll. Heutzutage handelt es sich h\u00e4ufig um eine Reaktion auf das kalte Universum der Technowissenschaft, aber seine Verachtung f\u00fcr die Rationalit\u00e4t, sprich: sein Irrationalismus, rechtfertigt, dass man ihn in die N\u00e4he des Illuminismus oder der Schw\u00e4rmerei r\u00fcckt, wie Kant es nennt und damit den Anspruch, das \u00dcbersinnliche zu verstehen, anprangert. Der Illuminismus ist gef\u00e4hrlich, weil er die Subjekte h\u00e4ufig dazu treibt, auf eine Pers\u00f6nlichkeit zu vertrauen, die sie f\u00fcr eine Art Propheten halten.\u201c[11]<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Oskar Negt, der im Februar diesen Jahres verstorbene Soziologe und Sozialphilosoph, macht das ganz gro\u00dfe Fass des Immanuel Kant als Zeiten wendenden Denker auf, wenn er zur W\u00fcrde des Menschen schreibt:<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eErst im Denken Kants wird W\u00fcrde zu dem, was Grundlage aller \u00fcbri\u00adgen Pers\u00f6nlichkeitsrechte ist. Moralit\u00e4t und Legalit\u00e4t, diese zwei im Streit liegenden, aber untrennbaren Bewegungsrichtungen menschlicher Daseins\u00adweise, beziehen ihre Geltungskraft aus einer gemeinsamen Ursprungs\u00adquelle: der mit Selbstbestimmung verkn\u00fcpften Freiheitsf\u00e4higkeit, die Auto\u00adnomie zum pr\u00e4genden Sinngehalt hat. W\u00fcrde hat keinen Preis, sagt Kant. Sie ist Ziel und Inhalt jeden menschlichen Verhaltens, weil sie aufrechten Gang in der Haltung und aufrichtiges Denken im Geiste bezeichnet.\u201c[12]<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Da fehlt nichts. Aufrechter Gang, aufrichtiges Denken, Haltung. W\u00fcrde hat keinen Preis. Auch nicht in einer kapitalistischen Ordnung. (Die haben Kant nicht ordentlich gelesen.)<\/p>\n\n\n\n<p>Es begann im Metaphysischen mit der Amphibolie der Reflexionsbegriffe. Den Abschluss dieser h\u00f6chst unvollst\u00e4ndigen Sammlung \u00fcber Kant macht Kitar\u014d Nishida, der Vater der Kyoto-Schule und Begr\u00fcnder der modernen japanischen Philosophie. Mit ihm und seiner Frage nach dem Ort des Bewusstseinsaktes kehren wir zur\u00fcck in metaphysische Denkzusammenh\u00e4nge.<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eDas Bewu\u00dftsein, das bei Kant durch die Sinnlichkeit den Inhalt des Wissens in sich aufnimmt, mu\u00df der Ort des gegens\u00e4tzlichen Nichts sein, der ein blo\u00df reflektierender Spiegel ist, so da\u00df sich in diesem Ort die Welt der Sinnlichkeit zeigt. Das Bewu\u00dftsein \u00fcberhaupt ist aber nicht ein Bewu\u00dftsein in diesem Sinne, sondern mu\u00df der Ort sein, in dem sich auch der Bewu\u00dftseinsakt befindet. Es ist ein Nichts, das auch das gegens\u00e4tzli\u00adche Nichts umfa\u00dft und somit ein Spiegel, der nicht ein von au\u00dfen [Gegebenes ab]spiegelt, son\u00addern ein Innen [aus]spiegelt. Alles in diesem Ort Befindliche wird damit zu etwas Geltendem. Im Ort des wahren Nichts mu\u00df das Geltende zugleich auch das Existierende sein.\u201c[13]<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Und der, an dessen Gedanken sich diese Gedanken entz\u00fcndeten, ist heute 300 Jahre alt.<\/p>\n\n\n\n<p>Joachim Paul, Neuss, am 22. April 2024<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Gem\u00e4lde:<\/strong><br>Kant. Portrait von Johann Gottlieb Becker (1720-1782) &#8211; <a href=\"http:\/\/www.philosovieth.de\/kant-bilder\/bilddaten.html\">http:\/\/www.philosovieth.de\/kant-bilder\/bilddaten.html<\/a>, Gemeinfrei, <a href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/w\/index.php?curid=32860677\">https:\/\/commons.wikimedia.org\/w\/index.php?curid=32860677<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Kant und seine Tischgenossen, von Emil Doerstling (1859-1940) &#8211; Emil Doerstling, Gemeinfrei, <a href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/w\/index.php?curid=554117\">https:\/\/commons.wikimedia.org\/w\/index.php?curid=554117<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Quellen (Print und Links)<\/strong>:<\/p>\n\n\n\n<p>[1] Werner Hamacher, Technik, L\u00f6ffelheit, gedachter Verstand<br>\u2013 Vortrag Bochumer Kolloquium Medienwissenschaften 25.05.2011<br><a href=\"https:\/\/www.ruhr-uni-bochum.de\/bkm\/archivseiten\/23_hamacher.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.ruhr-uni-bochum.de\/bkm\/archivseiten\/23_hamacher.html<\/a> ab Timecode 26:23<\/p>\n\n\n\n<p>[2] Hermann Schmitz, Rezension Gotthard G\u00fcnther: Idee und Grundri\u00df einer nicht-Aristotelischen Logik Erster Band: Die Idee und ihre philosophischen Voraussetzungen. Hamburg 1959. Felix Meiner, 417 S., Phil. Rundschau 9 (1961) 283-304, <a href=\"https:\/\/www.vordenker.de\/ggphilosophy\/schmitz_rezens-idee-grundr.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.vordenker.de\/ggphilosophy\/schmitz_rezens-idee-grundr.pdf<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>[3] Markus Gabriel, Interview in DIE ZEIT online, &#8222;Kant war kein aufgekl\u00e4rter Mensch&#8220;, 04.02.2024, <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/zeit-geschichte\/2024\/01\/markus-gabriel-philosophie-immanuel-kant\/komplettansicht\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.zeit.de\/zeit-geschichte\/2024\/01\/markus-gabriel-philosophie-immanuel-kant\/komplettansicht<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>[4] <a href=\"https:\/\/jungle.world\/artikel\/2013\/35\/der-bengel-faktor\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/jungle.world\/artikel\/2013\/35\/der-bengel-faktor<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>[5] Claus Baldus, Phaidros und das Segelflugzeug:<br>Von der Architektonik der Vernunft zur technischen Utopie \u2013 Aus Gespr\u00e4chen mit Gotthard G\u00fcnther, aus: DAS ABENTEUER DER IDEEN, Architektur und Philosophie seit der industriellen Revolution, Internationale Bauaustellung 1987, S. 69-83, online: <a href=\"https:\/\/www.vordenker.de\/ggphilosophy\/phaidros.pdf\">https:\/\/www.vordenker.de\/ggphilosophy\/phaidros.pdf<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>[6] Rainer Paslack, Urgeschichte der Selbstorganisation: zur Arch\u00e4ologie<br>eines wissenschaftlichen Paradigmas, Braunschweig, Wiesbaden, 1991, S. 20-21<\/p>\n\n\n\n<p>Kant-Quellen bei Paslack:<br>[K1] I. Kant, Kritik der Urteilskraft, 65, B 291 f.<br>[K2] So versuchte Kant in seiner 1755 erschienenen Schrift \u00bbAllgemeine Natur-geschichte und Theorie des Himmels, oder Versuch von der Verfassung und dem mechanischen Ursprunge des ganzen Weltgebaudes nach Newtonischen Grundsatzen abgehandelt\u00ab die Entstehung des Planetensystems durch einen Vorgang der Akkretion aus einem rotierenden chaotischen Urnebel abzuleiten (\u00bbNebularhypothese\u00ab): St\u00f6\u00dfe zwischen den sich ungeordnet bewegenden Gas- und Staubteilchen im Verein mit der zwischen ihnen wirkenden Gravitationskraft fiihren zu lokalen Zusammenballungen unterschiedlicher Massengr\u00f6\u00df, woraus ein dynamisch ausbalanciertes Vielk\u00f6rpersystem (eben das Planeten- oder Sonnensystem) mit der Sonne als Zentralk\u00f6rper hervorgeht. Dieser Vorgang der Selbstordnung zahlloser Materiepartikel zu einem wohlgeordneten Gefiige weniger wechselwirkender Massen dient Kant als Paradigma f\u00fcr die unaufhorliche materielle Selbstorganisation des Universums nach mechanischen Prinzipien am Rande eines unendlichen Chaos.|\u2192ff.<\/p>\n\n\n\n<p>[7] Stafford Beer, Vorwort zu Autopoietische Systeme: eine Bestimmung der lebendigen Organisation, in Humberto Maturana, Francisco Varela, \u201eErkennen: Die Organisation und Verk\u00f6rperung von Wirklichkeit\u201c, Wiesbaden 1985, S. 171-173<\/p>\n\n\n\n<p>[8] Stephen Toulmin<br>Kosmopolis &#8211; Die unerkannten Aufgaben der Moderne, Frankfurt a.M. 1991, S. 152ff<\/p>\n\n\n\n<p>[9] Paul Alsberg, Der Ausbruch aus dem Gef\u00e4ngnis \u2013 zu den Entstehungsbedingungen des Menschen, Bearbeitete Neuauflage (1979) von \u201a\u201cDas Menschheitsr\u00e4tsel\u201c, Orig. Sybillen-Verlag, Dresden 1922, kommentiert von Hartmut und Ingrid R\u00f6tting, Hrsg.: Dieter Claessens, S. 191-192,<br>online: <a href=\"https:\/\/www.vordenker.de\/alsberg\/p-alsberg_menschheitsraetsel.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.vordenker.de\/alsberg\/p-alsberg_menschheitsraetsel.pdf<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>[10] Dirk Baecker, Was ist Kultur? Zeppelin-Universit\u00e4t Frierichshafen 2010, <a href=\"https:\/\/www.yumpu.com\/de\/document\/view\/7392265\/was-ist-kultur-dirk-baecker\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.yumpu.com\/de\/document\/view\/7392265\/was-ist-kultur-dirk-baecker<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Kant-Quelle bei Baecker:<br>[K3] Immanuel Kant, Kritik der Urteilskraft. In: Werke V, hrsg. von Wilhelm Weischedel. Frankfurt am Main:<br>Suhrkamp, 1968.<\/p>\n\n\n\n<p>[11] Corine Pelluchon, Das Zeitalter des Lebendigen, Eine neue Philosophie der Aufkl\u00e4rung, Darmstadt 2021, S. 265<\/p>\n\n\n\n<p>[12] Oskar Negt, Nur noch Utopien sind realistisch \u2013 Politische Interventionen, G\u00f6ttingen 2012, S. 35<\/p>\n\n\n\n<p>[13] Kitar\u014d Nishida, Logik des Ortes, \u00fcbersetzt und herausgegeben von Rolf Elberfeld, Darmstadt 1999, S. 91ff<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>zusammengestellt von Joachim Paul &gt;Direkt zum Download als PDF&lt; Das Wiegenfest des designierten Vaters der Aufkl\u00e4rung j\u00e4hrt sich am Montag den 22. April 2024 zum 300sten Mal, ein stolzes Alter f\u00fcr einen gerade jetzt in Zeiten der umsichgreifenden Antiaufkl\u00e4rung aktuellen Philosophen, mag manch philosophieaffiner Mitmensch denken. 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