{"id":394,"date":"2011-10-25T18:53:09","date_gmt":"2011-10-25T16:53:09","guid":{"rendered":"http:\/\/www.vordenker.de\/blog\/?p=394"},"modified":"2011-10-26T13:41:22","modified_gmt":"2011-10-26T11:41:22","slug":"piraten-ante-portas","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vordenker.de\/blog\/394\/piraten-ante-portas\/","title":{"rendered":"Piraten ante portas!"},"content":{"rendered":"<h2>\u2013 eine politische Kampfschrift<\/h2>\n<h3>Der Status Quo der politischen Kr\u00e4fte in der Bundesrepublik Deutschland<\/h3>\n<p>&#8222;<em>\u00dcberall ringen \u2013 gespenstisch &#8211; die Nichtl\u00f6sungen von Gestern mit den Nichtl\u00f6sungen von Vorgestern um die Bew\u00e4ltigung einer ganz und gar aus dem Rahmen schlagenden Zukunft<\/em>&#8222;. (Ulrich Beck)<\/p>\n<p>Dieser Satz des bekannten Soziologen passt hervorragend auf die programmatischen und Probleml\u00f6sungs-Portfolios aller zur Zeit in Deutschen Bundestag vertretenen Parteien. Und quer durch alle Parteien gibt es eine weitere Schattenfraktion<!--more--> von Leuten, die Demokratie als einen Selbstbedienungsladen begreifen, wohlgemerkt, ein Laden, in dem nicht oder nur unzureichend bezahlt wird.<br \/>\nBeides tr\u00e4gt zur einem galoppierenden Verfall vor allem dessen bei, das wir Solidarit\u00e4t nennen, eine, wenn nicht die Grund-voraussetzung f\u00fcr Gesellschaft, Gemeinschaft \u00fcberhaupt.<\/p>\n<p>Und dies gilt in weiten Teilen nicht nur f\u00fcr die Bundesrepublik Deutschland. Wenn im Folgenden kurz auf die Parteien hierzulande eingegangen wird, dann findet dies ebenfalls Entsprechungen in allen westlichen Industrienationen, mit Unterschieden in den Auspr\u00e4gungen der Parteiensysteme und den gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Institutionen.<\/p>\n<p>Diese Schattenfraktion kan man vielleicht mit dem Attribut &#8222;Neoliberalismus&#8220; belegen. Der \u00d6konom Wolfram Elsner konstatiert hierzu:<\/p>\n<blockquote><p>&#8222;Seine politische und gesellschaftliche Strategie besteht darin, den Druck auf die Menschen durch gesell-schaftlichen und staatlichen Verfall so zu erh\u00f6hen, dass sie durch nichts mehr vom t\u00e4glichen Kampf ums \u00dcberleben abgelenkt werden k\u00f6nnen. F\u00fcr die Not, Scham, Ersch\u00f6pfung und Zukunfts\u00e4ngste der einfachen Menschen bieten die &#8218;Neo-Liberalen&#8216; dann ihre umso autorit\u00e4reren staatlichen Rettungsversprechen an. Das Prinzip, auch noch die politische Ernte der eigenen bewussten Staats- und Gesellschaftszerst\u00f6rung einzufahren, hat bei Thatcher, Reagan und Bush I und II funktioniert und funktioniert heute wieder bei den Tea-Party-Fundamentalisten, die die USA soeben ins Mittelalter zur\u00fcckzerren. Seine bewussteren, k\u00e4mpferischen Opfer und Gegner passen ohnehin nicht in die brave new world des &#8218;Neo-Liberalismus&#8216;.&#8220; (<a title=\"Der Beitrag des \u00f6konomischen Mainstream zum Kasino-, Krisen- und Katastrophen- Kapitalismus \u2013 und Perspektiven der heterodoxen \u00d6konomik\" href=\"http:\/\/paecon.hallowiki.de\/hallowelt\/security\/secureImage.php?f=\/5\/5e\/Elsner.pdf\" target=\"_blank\">Quelle<\/a>)<\/p><\/blockquote>\n<h4>Schwarz, edel, konservativ?<\/h4>\n<p>In der immer noch gr\u00f6\u00dften Volkspartei, der CDU\/CSU sind die Auswirkungen des uckerm\u00e4rkisch-bayerischen Zersetzungs-treibriemens Merkel-Seehofer mittlerweile un\u00fcbersehbar. Die Parteif\u00fchrungen der beiden so ungleichen Schwestern sehen sich vor ein massives Vermittlungsproblem gestellt, ihre in Pragma-tismusm\u00e4ntelchen geh\u00fcllten Begr\u00fcndungsfloskeln rufen zunehmend w\u00fctendere Echos in Teilen der Parteibasis hervor, die ihre konservativen Grundwerte verraten sieht. Der in der Umarmung der Energielobby gegen\u00fcber der Merkel-Steinmeier-Regierung gewendete Zick-Kurs in der Energiepolitik erh\u00e4lt ein weiteres Post-Fukushima-Zack, zu dessen politischen Auswirkungen auch eine Demaskierung z\u00e4hlt. Ihrer Inhalte entleert und verraten geht es der Union nur noch um den blo\u00dfen Machterhalt. Dazu ist jedes Mittel recht. Dabei w\u00e4re das Beibehalten des ersten Ausstiegskurses nahezu problemlos m\u00f6glich gewesen. Wie muss es um die Regierungsf\u00e4higkeit von Leuten bestellt sein, die ihre politische Ratio erstens in Form einer Zurschaustellung der R\u00f6ttgen-Einsicht und zweitens erst dann zeigen, wenn das Kind in einen japanischen Brunnen gefallen ist?<\/p>\n<p>Eine weitere Diskussion der Geschehnisse um den adeligen Betr\u00fcger schenken wir uns, das ist <a title=\"CDU\/CSU, der Lack ist ab!\" href=\"http:\/\/www.vordenker.de\/blog\/?p=177\" target=\"_blank\">anderswo<\/a> ausgef\u00fchrt. Die Geschichte zeigte nur, dass f\u00fcr Frau Kanzlerin auch der Grundwert Ehrlichkeit letztlich Verhandlungsmasse ist. Die Quittung erhielten die Partei und der Herr Ex-Doktor in Form eines gigantischen Wut-Tsunami aus den sonst eher zur\u00fcckhaltenden akademischen Szenen.<\/p>\n<h4>Rote Farbumschl\u00e4ge \u2026<\/h4>\n<p>Mit Schr\u00f6derung und Clementierung kam die neoliberalkonservative Wende innerhalb der zweiten gro\u00dfen Volkspartei, ein regelrechter Bruch mit ihrer Ideengeschichte, f\u00fcr den beispielhaft Namen wie Hartz IV stehen. Die ohne Zweifel richtige Erkenntnis, dass es sich bei der Arbeiterklasse um ein gesellschaftliches Auslaufmodell handelt, hat mit dazu beigetragen, dass man um zeitgem\u00e4\u00df zu bleiben in \u00fcberhasteten und vollst\u00e4ndig ideenbefreiten Ma\u00dfnahmen den letzten Rest der alten Parteibasis regelrecht verriet \u2013 ein Umstand, der sicher weitaus offener kritisiert worden w\u00e4re, wenn die Gewerkschaften ihr gegenw\u00e4rtiges F\u00fchrungspersonal nicht unter den Zahnlostigern rekrutiert h\u00e4tten. So ist die Politik der SPD, die der Schr\u00f6der-Fischer-Regierung, ma\u00dfgeblich mit daf\u00fcr verantwortlich, dass es zu einem Hedgefonds-getriebenen Kahlschlag sogar unter innovativen Mittelst\u00e4ndlern in Deutschland kam. Bodenst\u00e4ndige Unternehmen der Realwirtschaft wurden so zu Spielb\u00e4llen von Spekulanten, die ganze Unternehmen sowie die gewinnbringendsten Teile von Unternehmungen unter dem Primat des Sofortgewinns der Weiterver\u00e4u\u00dferung und Rendite-Rufen regelrecht filetierten. Der wohl gr\u00f6\u00dfte Irrtum des Handelns der betriebswirtschaftlichen Scheinintelligenzen besteht hierbei in der Praxis, Unternehmen wie statische St\u00fcckg\u00fcter und eben nicht wie laufende Prozesse zu behandeln. Zum Lohn erhielt der Hauptverantwortliche eine lukrative Position als \u201ePutins Gasableser\u201c (Urban Priol).<br \/>\nEine Neuausrichtung der Politik der Sozialdemokraten unter dem Vorsitzenden Gabriel \u2013 gleichsam Wassertr\u00e4ger und Steigb\u00fcgelhalter f\u00fcr eine Steinbr\u00fcck-Kanzlerschaft \u2013 wird als blo\u00dfe Makulatur verenden, sowas macht man nicht \u201emal eben kurz\u201c zwischen den schr\u00f6der-fischerschen und merkel-r\u00f6slerschen Versagensregent-schaften. Die M\u00f6glichkeit einer neuen Regierungs\u00fcbernahme angesichts des aktuellen schwarzgelben Desasters kommt viel zu fr\u00fch, als das sich in der verbleibenden Zeit ein solider Gesundungs- und Neuorientierungsprozess installieren lie\u00dfe.<\/p>\n<h4>Gelbe Uboote \u2026<\/h4>\n<p>Frau Leutheusser-Schnarrenberger stellt \u2013 gegen Widerst\u00e4nde aus den eigenen Reihen \u2013 den letzten gleichwohl br\u00fcchigen Leuchtturm der B\u00fcrgerrechte innerhalb der FDP dar. Die kompetente Juristin wirkt etwas verloren innerhalb ihrer Partei, die nach der Macht\u00fcbernahme durch die Fraktion der schreih\u00e4lsigen Babyface-Neoliberalen Westerwelle, R\u00f6sler, Lindner und Lindner sowohl ihre Inhalte als auch ihr Personal systematisch zu zerlegen begann. F\u00fcr ihren Niedergang ist allein die Partei verantwortlich, niemand sonst! In der aktuellen Situation muss man sich geradezu wundern, dass die FDP immer noch bei drei Prozent liegt und nicht niedriger. Unabl\u00e4ssig werden in der FDP partikularinteressengetriebene Steuersenkungsges\u00e4nge zelebriert, die alte M\u00e4r des Zusammenhangs von unternehmerischen Investitionen und Arbeitspl\u00e4tzen gebetsm\u00fchlenartig wiederholt, einerseits exorbitante Dummheit, wenn man noch daran glaubt, andererseits Volksverarschung, wenn man es eigentlich besser wei\u00df. Die gr\u00f6\u00dfte Dummheit allerdings ist der Glaube an die Dummheit der W\u00e4hlerinnen und W\u00e4hler.<\/p>\n<h4>Es gr\u00fcnt so gr\u00fcn \u2026<\/h4>\n<p>B\u00fcndnis 90\/ Die Gr\u00fcnen sind eine Partei, die ebenso wie die Linke f\u00fcr sich in Anspruch nimmt, eine Protestpartei zu sein. Vordergr\u00fcndig betrachtet geht es den Gr\u00fcnen gut, reichlich bedient von der schwarz-gelben Berliner Koalition gewinnt man Prozentpunkt f\u00fcr Prozentpunkt in der Diskussion insbesondere um Umwelt- und Finanzthemen. Doch die Partei hat ein Problem. Der Zauber ihres Gr\u00fcndungsmythos aus Friedensbewegung, Frauenrechten und Umweltschutz ist l\u00e4ngst verraucht. Es fehlt der Nachwuchs. Wie das? Trotz reihenweisen Parteieintritten? Es fehlt der junge Nachwuchs. Eine ganze Reihe der Schulabg\u00e4ngerinnen und Abg\u00e4nger hat die Schnauze gr\u00fcndlich voll von der Technophobie und dem Technikskeptizismus ihrer gr\u00fcn ausgerichteten Eltern und Lehrer. Was einige wenige schon 1975 wussten, die politische Bewegung der Partei die Gr\u00fcnen pflegt in ihrem Kern einen hierarchischen und starren Wertkonservatismus der genau dem der Volksparteien CDU\/CSU und SPD entspricht, nur eben mit gr\u00fcnem Vorzeichen. Soll hei\u00dfen, die Inhalte \u2013 sofern vorhanden \u2013 sind teilweise andere, die Strukturen sind mittlerweile dieselben. Und was das konsequente Vertreten der eigenen Inhalte betrifft: Die Glaubw\u00fcrdigkeit der Partei B\u00fcndnis90\/ Die Gr\u00fcnen hat im Stuttgart des Jahres 2011 einen Sackbahnhof.<\/p>\n<h4>Vorw\u00e4rts und doch zur\u00fcck &#8211; Retro-Rot<\/h4>\n<p>W\u00e4hrend des Schreibens dieser Zeilen h\u00e4lt die Partei &#8222;Die Linke&#8220; ihren Bundesparteitag ab. Erstmals deutet sich das Entstehen eines Vollprogramms an unter dem Label &#8222;Demokratischer Sozialismus&#8220;. Mit Hilfe der &#8222;Standortsch\u00e4rfung&#8220; will man vor allem W\u00e4hlerstimmen zur\u00fcckgewinnen, die an die SPD und die Piratenpartei verloren gegangen zu sein scheinen. Dabei hat die Partei ein massives Glaubw\u00fcrdigkeitsproblem. Ohne die &#8222;Senioren&#8220; Lafontaine und Gysi scheint nichts zu funktionieren. Ideologisch rekurriert man auf alte, zunehmend unrealistischere Formeln wie einen reaktion\u00e4ren und allumfassenden Verstaatlichungswahn, der erwiesenerma\u00dfen schon mehrmals nicht funktioniert hat. In ihren Zeitdiagnosen mag die Linke in manchen Punkten recht haben, ihre Therapievorschl\u00e4ge sind wenig konstruktiv und tragen den strukturellen Ver\u00e4nderungen in der Welt in keiner Weise Rechnung. Personell ist man durch innerparteilichen P\u00f6stchen-Hickhack zerfressen. Die Machenschaften z.B. eines Herrn Bartsch wurden <a title=\"Bartsch - des SPIEGELS braver SED-Nachfolger\" href=\"http:\/\/www.vordenker.de\/rath\/Bartsch_des_SPIEGELs_braver_SED-Nachfolger.pdf\" target=\"_blank\">an anderer Stelle<\/a> treffend kommentiert. Entscheidungen werden oft in bew\u00e4hrter Hinterzimmermanier getroffen, Transparenz und Vernetzung verenden innerhalb einer Karriereleiterhierarchie. Eine gro\u00dfe Unzufriedenheit zeigt sich gerade an der Basis in kommunalpolitischen Bez\u00fcgen. So wechselte unl\u00e4ngst ein Ratsherr aus dem Rheinland sein Parteibuch zugunsten der Piratenpartei und begr\u00fcndete dies mit mangelnder Transparenz innerhalb der Linken.<\/p>\n<h3>Wer sind die Piraten?<\/h3>\n<p>Zur Besch\u00e4ftigung mit der Piratenpartei bietet sich ein Springen oder Surfen zwischen zun\u00e4chst zwei Perspektiven an, zum einen die Sicht auf das Ph\u00e4nomen von au\u00dfen, die dem Verfasser &#8211; selbst Pirat &#8211; nur \u00fcber reflektierendes Abstand Nehmen und den Spiegel der Medien m\u00f6glich ist, und zum Anderen die Innenschau aus der Bewegung der Piraten heraus. Desweiteren werden zwei Quellen empfohlen, ein kurz nach der Bundestagswahl 2009 erschienes Buch von Henning Bartels, \u201e<a title=\"Die Piratenpartei - Henning Bartels\" href=\"http:\/\/ebooks.contumax.de\/01-piratenpartei.pdf\" target=\"_blank\">Die Piratenpartei<\/a>\u201c, das die Entstehung der Bewegung dokumentiert und auch online verf\u00fcgbar ist, und ein zugegebenerma\u00dfen von der Begeisterung des Anfangs getragener Aufsatz des Verfassers <a title=\"Warum Deutschland die Piratenpartei braucht ....\" href=\"http:\/\/www.vordenker.de\/jpaul\/piratenpartei.htm\" target=\"_blank\">Warum Deutschland die Piratenpartei braucht<\/a>\u201c aus dem Jahr 2009.<\/p>\n<p>Schon der Name Piratenpartei provoziert oder ruft gar eine gewisse Emp\u00f6rung hervor. Dabei ist er auch in einem hintergr\u00fcndigeren Sinn absolut passend. Das altgriechische \u201epeirates\u201c bedeutet einfach \u201eAngreifer\u201c. Die Mitglieder der Piratenpartei und ihre Sympathisanten greifen die bestehenden politischen Verh\u00e4ltnisse an, dar\u00fcber hinaus wird nach neuen und alternativen Wegen gesucht, Probleme \u201ein Angriff\u201c zu nehmen.<\/p>\n<h4>Die kulturelle Differenz<\/h4>\n<p>Was die Piraten zun\u00e4chst abseits jeder inhaltlichen oder thematischen Frage von allen anderen Parteien unterscheidet, ist ihre Sozialisation. Diese fand nicht oder nicht nur in irgendwelchen Jugendverb\u00e4nden oder Parteien statt, sondern im Internet. Neben dem Nimbus als Partei der Jungen gibt es dar\u00fcber hinaus auch eine \u201eFraktion \u00dc45\u201c innerhalb der Partei, die sich aus Leuten zusammensetzt, die aus dem Kreis der Inventors und Early Adaptors des Internet stammen und die Anf\u00e4nge von Internet und WWW selbst miterlebt und mitgestaltet haben. Nat\u00fcrlich haben auch die anderen Parteien im Netz sozialisierte Mitglieder und Abgeordnete, diese sind jedoch gegen\u00fcber klassischen Politikern deutlich in der Minderheit.<\/p>\n<p>Das Netz und sein t\u00e4glicher Gebrauch in vielerlei Alltagsbez\u00fcgen f\u00fchrt zu einem Evidenzerlebnis des Ich, das das eigene Denken und Erleben nachhaltig ver\u00e4ndert. Die politische Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin der Piratenpartei, Marina Weisband, brachte es in der Bundespressekonferenz am 05.10.2011 auf den Punkt mit dem Satz: \u201e<em>Das Internet hat unsere Art zu denken v\u00f6llig ver\u00e4ndert, und das muss man nicht nur begreifen, das muss man nutzen.<\/em>\u201c (<a title=\"Youtube Video der Bundespressekonferenz der Piratenpartei am 05.10.2011\" href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?feature=player_detailpage&amp;v=YzqBIWuE4h4#t=358s\" target=\"_blank\">Quelle, youtube<\/a>)<\/p>\n<p>Und der Blogger und Piratensympathisant <a title=\"Michael Seemanns Blog \" href=\"http:\/\/www.ctrl-verlust.net\/\" target=\"_blank\">Michael Seemann<\/a>, der noch die internetlose Zeit erlebt hat, fasst dieses neue Lebensgef\u00fchl in den einleitenden Worten seines Beitrags zur OpenMind 2011 \u201e<a title=\"Michael Seemann - Die gesellschaftliche SIngularit\u00e4t ist nah\" href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/35\/35735\/1.html\" target=\"_blank\">Die gesellschaftliche Singularit\u00e4t ist nah<\/a>\u201c gut zusammen:<\/p>\n<blockquote><p>Wenn ich zur\u00fcckdenke \u2013 [\u2026.] &#8211; an meine Jugend, an mein altes Ich in meiner alten Welt, dann ist davon nicht viel \u00fcbrig geblieben. Es war ein komplett anderes Lebensgef\u00fchl, ein anderes Bewusstsein von Welt und Zeit, in dem wir lebten. Wir telefonierten selten und nur kurz, weil das ja teuer war \u2026.<\/p><\/blockquote>\n<p>Der Verfasser dieser Zeilen \u2013 aktuell 54 &#8211; best\u00e4tigt und unterschreibt das vollumf\u00e4nglich. Es geht also in erster Linie um eine junge, neue Ich-Erfahrung, die Erfahrung, ein Knoten in einem Netz zu sein, der Beziehungen und Bindungen mit anderen \u00fcber das Netz unterh\u00e4lt und teilt. Dies hat eine deutlich emotionale Komponente, die der Blogger Sascha Lobo \u201e<a title=\"Meine Heimat Internet - Sascha Lobo\" href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/netzwelt\/web\/0,1518,792647,00.html\" target=\"_blank\">Netzw\u00e4rme<\/a>\u201c nennt (Menno, h\u00e4tte von mir sein k\u00f6nnen, der Begriff!).<\/p>\n<h4>Bindungen und Emotionen<\/h4>\n<p>Man kann diese \u2013 nunmehr im Netz begr\u00fcndete &#8211; Emotionalit\u00e4t gar nicht hoch genug einsch\u00e4tzen, denn aus ihr gewinnt der Wille zum politischen Denken und Handeln seine Motivation und damit seine Wirklichkeit. Es war auch die jetzt schneller als bisher \u00fcber das Netz vermittelte Erfahrung, dass es anderen ebenso geht wir mir, dass ich letztlich nicht allein bin mit meinem Leid, meiner Wut und meinen Problemen, die 2011 Tunesier und \u00c4gypter auf die Stra\u00dfe trieb. Internet und Web2.0 wurden somit zwar nicht zur Ursache, jedoch zu einem wichtigen Katalysator der Revolution in der arabischen Welt. Der Stanford-Soziologe Mark Granovetter nennt dies die St\u00e4rke der schwachen Bindungen, <a title=\"Mark Granovetter - The Strength of Weak Ties\" href=\"http:\/\/sociology.stanford.edu\/people\/mgranovetter\/documents\/granstrengthweakties.pdf%20\" target=\"_blank\">the strength of weak ties<\/a>, und f\u00fchrt damit einen neuen Begriff in die Mikrosoziologie ein.<\/p>\n<p>Zieht man einmal die Zeit ab, die die menschliche Datenverarbeitung des Schreibens, Lesens und Druckens ben\u00f6tigt, dann breitete sich die Revolution der Buchdrucktechnik in der fr\u00fchen Neuzeit mit den Geschwindigkeiten der Pferdekutsche und des Segelschiffs, also etwa 15 km\/h, \u00fcber Europa aus. Die \u201eNetzrevolution\u201c \u2013 ebenfalls mit entsprechenden Abz\u00fcgen \u2013 wird dar\u00fcber hinaus nur noch durch Relaiszeiten von Servern gebremst, sie besitzt ann\u00e4hernd Lichtgeschwindigkeit.<\/p>\n<p>Unsere F\u00e4higkeit und unser Zwang zum Eingehen von starken pers\u00f6nlichen Bindungen liegt bereits in unserer Abstammung von gruppenbildenden S\u00e4ugetieren, hingegen ist die M\u00f6glichkeit des Eingehens von schwachen Bindungen \u00fcber Entfernungen jenseits unserer biologischen Reichweite hinweg ein Ergebnis unserer Technik. Was die schwachen, die Telekommunikationsbindungen stark macht, ist ihre schiere Zahl. In seinen \u00dcberlegungen zur telematischen Gesellschaft sagte Vil\u00e9m Flusser bereits in den 80er-Jahren voraus, dass sich durch diese Bindungen unser Erleben von Raum und Zeit \u00e4ndert: \u201eWir sind ganz anders DA!\u201c [1]<\/p>\n<p>Also Zeit und Raum schrumpfen und der Erlebnisbereich der Gegenwart wird vergr\u00f6\u00dfert. Dieses andere DaSein hat zwangsl\u00e4ufig politische Konsequenzen \u2013 und diese sind keine historischen Eintagsfliegen, ganz unabh\u00e4ngig davon, ob die Partei sich morgen aufl\u00f6st oder nicht. Im Netz Sozialisierte denken und fragen anders. Ganz einfach weil ihre ErlebnisRaumZeit eine andere ist. Und das wird so bleiben.<\/p>\n<h4>Wenn ihr nicht werdet wie die anderen \u2026<\/h4>\n<p>\u00dcberspitzt formuliert schwingt selbst in euphorischeren Pro-Piraten Pressekommentaren zum Berliner Wahlerfolg der Unterton mit \u2013 ihr werdet euch professionalisieren m\u00fcssen, werden m\u00fcssen wie die anderen, wenn ihr Bestand haben wollt.<\/p>\n<p>Eine Notwendigkeit von Lernprozessen soll hier gar nicht in Abrede gestellt werden.<\/p>\n<p>Aber sollten die Piraten dann &#8222;wie die anderen&#8220; geworden sein, wird es hei\u00dfen, wozu brauchen wir euch noch, ihr seid ja &#8222;wie die anderen&#8220;.<\/p>\n<p>Dazu wird es allerdings nicht kommen, denn: Es ist die Netz-Sozialisation der Netz-Identit\u00e4ten, die vor diesem Monosprech-<a title=\"wikipedia - Double Bind\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Double_Bind\" target=\"_blank\">Double-Bind<\/a> durch die Print- und TV-Medien sch\u00fctzt.<\/p>\n<p>Zu werden wie die anderen, sich professionalisieren, das bedeutet unter heutigen Rahmenbedingungen\u00a0auch eine politische Standortbestimmung im eindimensionalen Links-Rechts-Schema. Sind die Piraten eher rechts oder links? Die Frage scheint so wichtig, dass manchmal selbst Piraten daran verzweifeln und in Ermangelung besserer Bezeichnungen auf altbew\u00e4hrte Label zur\u00fcckgreifen.<\/p>\n<p>Aber die Netzidentit\u00e4t, die sich durch ihr Relationenfeld definiert, kennt anders als die Sitzpl\u00e4tze im Reichstag weder rechts noch links, die Knoten eines Netzes haben in allen Richtungen Nachbarn, und ob ein Netzknoten rechts oder links ist, h\u00e4ngt wiederum davon ab, wo man gerade steht und wohin man blickt. Das Netz kann man sich etwa auf die Form einer Kugel aufgezogen vorstellen. In der Tat war die erste popul\u00e4re Visualisierung des Internet \u2013 so um 1997 &#8211; im Magazin Spektrum der Wissenschaft kugelf\u00f6rmig. Potentiell ist jeder Knoten die Mitte, ein Zentrum.<\/p>\n<h4>Die Differenz liegt oft in der Mitte \u2026<\/h4>\n<p>Der politischen Konkurrenz d\u00e4mmert es so ganz allm\u00e4hlich und treibt ihr dabei den Angstschwei\u00df auf die Stirn, die Piraten kommen aus der Mitte der Gesellschaft!<\/p>\n<p>Dabei ordnen sich die Mitglieder der Partei \u00fcber eine Art Wir-Logik, eine Netzlogik, die sich nicht mehr in der gewohnten bipolaren Eindimensionalit\u00e4t fassen l\u00e4sst.<\/p>\n<p>Politikhistorisch stehen die Piraten sowohl zwischen als auch jenseits der alten Gegens\u00e4tze von Rechts und Links und von liberal und sozial. Dies begr\u00fcndet sich nicht durch die teilweise recht scharfen politischen Positionen einzelner Mitglieder, sondern durch die Zusammensetzung der Mitglieder!<\/p>\n<p>Denn in der Piratenpartei versammelt sich eine ganze Reihe unterschiedlicher Weltanschauungen, man trifft neben Atheisten und Agnostikern auch tiefreligi\u00f6se \u00dcberzeugungen. Gemein sind ihnen die Ideen der Freiheit, des Respekts gegen\u00fcber Andersdenkenden und der Solidarit\u00e4t. Und sie vereint eine fast r\u00fchrend zu nennende Verehrung f\u00fcr \u201edie alte Tante Demokratie\u201c, der sie einen Jungbrunnen verpassen wollen. R\u00fchrend deshalb, weil die alte Dame seit der Entstehung ihrer Idee oft genug missbraucht worden ist. Insbesondere in den Hallen der Macht der Neocon-Lager wird Demokratie solange als n\u00fctzliches Tool angesehen, solange gen\u00fcgend andere an sie glauben. M\u00f6glicherweise gibt es sogar unter den Piraten Leute, die die Erlangung des ein oder andern P\u00f6stchens als Erf\u00fcllung ihrer feuchten Hierarchietr\u00e4ume ansehen. Denn \u201ebessere Menschen\u201c sind die Piraten nicht. Gl\u00fccklicherweise gibt es unter ihnen eine gesunde Abneigung gegen\u00fcber Heilslehren. Das wiederum macht sie zu Pragmatikern. Technikaffin sind sie sowieso.<\/p>\n<p>Und allzu ausgepr\u00e4gte Hierarchiedenker k\u00f6nnen gegebenenfalls durch die Selbstregulierungskr\u00e4fte des Netzes gebunden werden. F\u00fcr sie gilt vielleicht sinngem\u00e4\u00df das Wort des Journalisten Chip Morningstar \u00fcber die Spielwelten der Multiuser-Dungeons: \u201eWenn jemand das Verhalten anderer kontrollieren m\u00f6chte, wird er diese \u201evirtuellen\u201c Welten als extrem frustrierend empfinden.\u201c[2] (Anf.-zeichen durch Verfasser)<\/p>\n<p>Dies setzt allerdings die gerade deshalb von den Piraten immer wieder geforderte Netzneutralit\u00e4t voraus.<\/p>\n<p>Die Ver\u00e4nderungen des Denkens und Handelns durch die Erlebenswelten des Netzes in die Offline-Welt zu tragen ist nur eine Seite einer Wechselbeziehung zwischen uns und unserer Netztechnik. Ebenso ver\u00e4ndern und gestalten wir das Netz durch unser Denken und Handeln. Und dies, so eine zentrale Forderung der Piratenpartei, soll m\u00f6glichst in Freiheit und M\u00fcndigkeit geschehen.<\/p>\n<p>M\u00fcndigkeit aber setzt eine gewisse Grundbildung voraus. Konsequenterweise nehmen daher bildungspolitische Aspekte im Grundsatzprogramm und in allen Programmen der Landesverb\u00e4nde der Piratenpartei einen zentralen Raum ein.<\/p>\n<p><strong>Schlussfolgerungen<\/strong><\/p>\n<p>Manch konservativer Pyramidenhierarchien Anbetende wie der Unionsabgeordnete Uhl wird da sicher ausrufen wollen: \u201eWas f\u00fcr Chaoten! Die wollen verantwortliche Politik machen? Die sind doch blo\u00df eine Peergroup von vernetzten Nerds!\u201c Stimmt. Echt jetzt.<\/p>\n<p>Allerdings wurde Politik seit den sumerischen Keilschrift-Tagen und ausnahmslos immer von Peergroups gemacht \u2013 und zwar in Hinterzimmern. Nicht offen im Netz.<\/p>\n<p>Die angestrebte Transparenz politischer Entscheidungen, gepaart mit B\u00fcrgerbeteiligung, mit Partizipation bildet den Markenkern der Partei.<\/p>\n<p>Daraus folgt aber auch, dieses Demokratieverst\u00e4ndnis wird &#8211; fern jedem Ideal des alten summum bonum, des all-einen Guten &#8211; Differenzen aushalten m\u00fcssen. Und das muss ausprobiert werden.<\/p>\n<p>Die bereits im radikalen Konstruktivismus getroffene Erkenntnis, dass Individuum A einsehen kann, dass es ihm besser geht, wenn es auch B besser geht, kann nunmehr konkret durch Bindungen im Netz erfahren werden. Diese Erfahrung transzendiert den klassischen Interessenkonflikt zu etwas neuem.<\/p>\n<p>Ein konstruktiver Dissens ist besser als ein destruktiver Konsens. Letzterer muss immer den Status einer Scheinl\u00f6sung behalten, ersterer anerkennt Differenz und Verschiedenheit, also Vielfalt. Und in dieser Anerkenntnis liegt \u2013 anstatt das Problem zu einzubetonieren &#8211; die Option f\u00fcr eine Transformation des Problems mit weiteren M\u00f6glichkeitsr\u00e4umen zu seiner L\u00f6sung oder gar Auf-L\u00f6sung.<\/p>\n<p>Desweiteren wird diese Demokratie Leute notwendig haben, die in Prozessen denken und nicht in Zust\u00e4nden.<\/p>\n<p>Da veranstalten die Piraten bereits zum zweiten Mal eine Art auch f\u00fcr Nichtpiraten offenen Denktank, die <a title=\"Openmind Konferenz 2011\" href=\"http:\/\/11.openmind-konferenz.de\/\" target=\"_blank\">Open Mind Konferenz 2011<\/a>, bei dem man sich neue Ideen und Konzepte gegenseitig vorstellt. Referenten und Teilnehmer gehen gemeinsam und vor der \u00d6ffentlichkeit von Internet-Livestreams an ihre intellektuellen Grenzen (wovon der Verfasser ein Lied singen kann \u2026).<\/p>\n<p>Welche old party macht sowas? Too risky? Grenzen k\u00f6nnen nur dann verschoben werden, wenn man sie ber\u00fchrt, sie sp\u00fcrt.<\/p>\n<p>Daher sind die Piraten Freunde von ergebnisoffenen runden Tischen. Wahre F\u00fchrungskompetenz besteht in dem Versammeln a) der Betroffenen und b) kompetenter Leute zur Inangriffnahme eines Problems.<\/p>\n<p>Die Zukunftsf\u00e4higkeit der Piraten entspringt aus dem Umstand, dass sie die richtige Fragen stellen wollen, Leitfragen anstatt die volksverdummende Vorgabe der Billigvorstellung einer Leitkultur.<\/p>\n<p>Eine nicht nur m\u00f6gliche sondern sogar unbedingt notwendige Frage ist folgende: Wie kann eine Demokratie der Vielen realisiert werden, jenseits des Gegensatzes von Partizipation und Expertokratie?<\/p>\n<p>Die alte Expertokratie ist im Grunde tot, sie wird allerdings tagt\u00e4glich f\u00fcr die daily soap namens &#8222;Politik&#8220; wiederbelebt, um erneut Partikularinteressen und Lobbyismus geopfert zu werden.<\/p>\n<p>F\u00fcr alles weitere lohnt ein Blick ins <a title=\"Programm der Piratenpartei Deutschland\" href=\"http:\/\/wiki.piratenpartei.de\/Parteiprogramm\" target=\"_blank\">Programm <\/a>und in die zugeh\u00f6rigen <a title=\"Ziele\" href=\"http:\/\/www.piratenpartei.de\/unsere_ziele\" target=\"_blank\">Erl\u00e4uterungen<\/a>.<\/p>\n<p>Wer jetzt noch ein Wort zu Frauen in der Piratenpartei erwartet hat, wird entt\u00e4uscht sein. Au\u00dferdem ist der Verfasser ein Mann. Die Frauen in der Piratenpartei k\u00f6nnen das selber &#8211; und besser.<\/p>\n<h4><strong>Print the Pirates: Durchgeknallt im Bl\u00e4tterwald \u2013 das Auf und Ab des Schreibenm\u00fcssens<\/strong><\/h4>\n<p>Menschen sind hochkomplexe, heterarchisch organisierte und irreduzibel-hochparallel analog arbeitende biologische Multiprozessornetzwerke, die Fehler machen. Und keine Turing-Maschinen.<\/p>\n<p>Die Piraten werden Fehler machen, in Berlin und auch anderswo.<\/p>\n<p>Jetzt werden sie hochgeschrieben. P\u00fcnktlich zu den n\u00e4chsten Wahlen werden sie wieder runtergeschrieben. Zu dieser Erkenntnis braucht\u2019s keine Verschw\u00f6rungstheorie.<\/p>\n<p>Aber sie sind im Netz. International. <a title=\"Statement von Rick Falkvinge\" href=\"http:\/\/falkvinge.net\/2011\/10\/19\/as-german-pirate-party-hits-10-some-thoughts-on-the-next-five-years\/\" target=\"_blank\">http:\/\/falkvinge.net\/2011\/10\/19\/as-german-pirate-party-hits-10-some-thoughts-on-the-next-five-years\/<\/a><\/p>\n<p>Die Zukunft ist unsicher. Das ist ihre Natur. Die Piraten er\u00f6ffnen M\u00f6glichkeitsr\u00e4ume.<\/p>\n<h4>Schlussbemerkung:<\/h4>\n<p>Dieser Beitrag ist die Sichtweise eines einzelnen Piraten und nicht notwendigerweise Parteimeinung. Er wurde verfasst im Geist dessen, was auf der R\u00fcckseite eines jeden Mitgliedsausweises der Piratenpartei Deutschland steht: Der Besitzer dieses Dokumentes ist berechtigt, sich seines Verstandes zu bedienen, Informationen zu produzieren, replizieren und konsumieren, sich frei und ohne Kontrolle zu entfalten \u2013 in Privatsph\u00e4re und \u00d6ffentlichkeit.<\/p>\n<p>Punkt.<\/p>\n<p>Bis dann, Pirat Nick H.<\/p>\n<h3>Fussnoten:<\/h3>\n<p>[1] Flusser, Vil\u00e9m; Die Informationsgesellschaft, Phantom oder Realit\u00e4t?, Vortrag auf der CulTec in Essen 1991, Audio-CD, Suppose Verlag, K\u00f6ln 1999<\/p>\n<p>[2] Morningstar, Chip; Electric Communications, Interview im Arte-Themenabend Internet, Stra\u00dfburg 1996<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u2013 eine politische Kampfschrift Der Status Quo der politischen Kr\u00e4fte in der Bundesrepublik Deutschland &#8222;\u00dcberall ringen \u2013 gespenstisch &#8211; die Nichtl\u00f6sungen von Gestern mit den Nichtl\u00f6sungen von Vorgestern um die Bew\u00e4ltigung einer ganz und gar aus dem Rahmen schlagenden Zukunft&#8222;. (Ulrich Beck) Dieser Satz des bekannten Soziologen passt hervorragend auf die programmatischen und Probleml\u00f6sungs-Portfolios aller [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[6],"tags":[229,366],"class_list":["post-394","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","tag-demokratie","tag-piraten"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.vordenker.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/394","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.vordenker.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.vordenker.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vordenker.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vordenker.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=394"}],"version-history":[{"count":24,"href":"https:\/\/www.vordenker.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/394\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":417,"href":"https:\/\/www.vordenker.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/394\/revisions\/417"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.vordenker.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=394"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vordenker.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=394"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vordenker.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=394"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}