Klarstellung von Frau Theile …

Sodele,

aus gegebenem Anlass, Marina Weisbands Blogbeitrag “Ich habe keinen Bock mehr” und Markus Kompa’s kommentierendem Blogbeitrag “Berechtigte Panik bei Spiegel online” zitiere ich hier Frau Merlind Theile vom Spiegel.

am 29.03.2012, im Rahmen des NRW-Wahlkampfs fand ein Interview-Termin mit Frau Merlind Theile, Spiegel Print, Lukas Lamla und mir, Joachim Paul, in der Galerie Cafe Küppers in Neuss statt. Das Gespräch, in dem über alles Mögliche und am Rande auch über bezahlte Piratenvorstände gesprochen wurde, führte zu der Story im Spiegel, in dem Michele Marsching, Jens Seipenbusch und ich zitiert wurden.

Zu Beginn legte ich – wie seitdem bei jedem Interview – meinen eingeschalteten mp3-Recorder auf den Tisch.

Theile: “Stellen Sie das dann ins Netz oder was machen sie damit?”
Paul: “Nein, das ist zunächst für uns backup, ‘ne Kontrolle, wir heben die Sachen auf, ob wir es dann ins Netz stellen, ist die Frage. Wenn Sie jetzt sagen, wir möchten das nicht, dann richten wir uns danach.”
Theile: “Ich glaube es wäre mir lieber, wenn’s nicht im Netz steht, aber …”
Paul: “Einverstanden, kein Problem.”
Theile: “Gut. Aber es ist für uns Journalisten natürlich auch so ‘ne neue Erfahrung, weil wir jetzt ja auch eine Gegenöffentlichkeit haben, also … (lacht) … weil im Grunde muss ich schon selbstkritisch sagen, uns kontrolliert ja eigentlich keiner. [ ….]
… auf der anderen Seite muss man sagen, dass man aber auch als Journalist schon … so ein Gespräch teilweise auch anders strickt, also man rafft das, es ist ja nicht so wirklich Wort für Wort, man rafft es auch beim Transskribieren, man stellt Manches um und so weiter und dann muss es natürlich nochmal vorgelegt werden, und da hat natürlich das Gegenüber auch das Recht, daran nochmal was zu verändern.”

Schönen Dank, Frau Theile, dass Sie das nochmal klargestellt haben.

Als wir Piraten in den Fokus kamen, hieß es, oh wie schön, kein geschliffener Politikersprech.
Aber geschliffen wird dann doch, über Medienerfahrungen.

Medien schleifen über Medienschleifen.

Und wenn das Verhalten mancher Presse- und Medienvertreter Menschen wie Marina Weisband davon abhält,
in die Politik zu gehen, ist grundsätzlich etwas faul im Staate “Dänemark”.
Denn Politik ist eigentlich für alle da, oder?

So long, Nick H.
aka Joachim Paul

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12 Antworten zu “Klarstellung von Frau Theile …”

  1. juh sagt:

    “Und wenn das Verhalten mancher Presse- und Medienvertreter Menschen wie Marina Weisband davon abhält,
    in die Politik zu gehen, ist grundsätzlich etwas faul im Staate ‘Dänemark’.”

    Na, das ist jetzt aber auch ziemlich gerafft.

  2. Tja dann sagt:

    Wo ist denn die mp3?

  3. C.K. sagt:

    Ja, und? Ist da irgendetwas seltsam oder schlimm?
    Mich würde viel mehr interessieren, ob Marina Weisband eine Mail zur Abstimmung bekommen hat, wie die aussah und wie sie reagiert hat?

  4. Richte169 sagt:

    Das ist nicht gerafft, das ist Fakt.

    Bis dann
    LG von Richter169

  5. tomtom sagt:

    mimimi

    Stopp mimimi, macht endlich Politik

  6. Reddi sagt:

    Geile Story!!!

  7. Grumpy sagt:

    @juh Scherzkeks. Nachts, halb3 und noch vor der Plenarsitzung um 10h heute, die bis 23h geht. Ich denke, da reicht das Zitat von Frau Theile.

    Gruss, Grumpy.

  8. Erbloggtes sagt:

    Super Aktion! Aber was ist das da, was ausgelassen wurde an der entscheidenden Stelle nach “uns kontrolliert ja eigentlich keiner”???

  9. Nick_Haflinger sagt:

    auf meinem Rechner.

  10. Nick_Haflinger sagt:

    Hi tomotom,

    machen wir. Nur um Dich Davon zu überzeugen, musst Du ins Netz.
    z.B. hier: http://blog.piratenpartei-nrw.de/fraktion/
    Printmedien helfen da nicht.
    Im übrigen ist das Politik. Man werde sich über die Rolle der Medien einmal klar.
    LG, Nick H. aka Joachim

  11. Nick_Haflinger sagt:

    Natürlich ist juh ein Scherzkeks. Aber ein guter.
    LG, Nick H. aka duweisstschonwer

  12. Kraychecker sagt:

    Ich kenne den Hintergrund zwar, aber mir fehlt hier eine kurze Gegenüberstellung der bisherigen Aussagen zum Thema, damit der Widerspruch deutlich wird. Ein Leser, der die Debatte nicht verfolgt hat und nicht beide Artikel liest, versteht hier gar nicht worum es geht.

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