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News vom 28. Januar 2012 Liebe Vordenkerinnen und Vordenker, etwas verfrüht nun der Hinweis auf den METAPHON-Beitrag des Monats Februar 2012 - Pia Bohr: sculptures - mit Musik von Pia Lund Viel Spaß, Ihr vordenker team, Joachim Paul (Hrsg.)
News vom 22. Januar 2012 Liebe Vordenkerinnen und Vordenker, etwas verspätet nun die besten Wünsche für das Jahr 2012! Die METAPHON-Reihe erfreut sich eines kleinen aber feinen Aufmerksamkeitskreises und wird daher im Jahr 2012 fortgesetzt. Hören Sie Zombies, Hörstücke von Förster, Täger & Weigoni. Viel Spaß, Ihr vordenker team, Joachim Paul (Hrsg.)
News vom 19. Dezember 2011 Liebe Vordenkerinnen und Vordenker, etwas verspätet nun die Dezember-Ankündigung unserer Metaphon-Reihe. Nicht nur weil Weihnachten ist, haben wir ein paar alte Videos ausgegraben, Perlen der Kleinkunst und des musikalischen Hochgenusses. Wir freuen uns, Ihnen im Dezember merkwürdige Momente aus den Live-Mitschnitten 1992, 1995 und 1996 der Düsseldorfer Kultkapelle "Ernst Frosch & Die Original Oberkellner" präsentieren zu können. Ebenfalls neu bereitgestellt wurde der Beitrag "Schwebebahn" von A. J. Weigoni und Frank Michaelis, der zeigt, dass "die Popliteratur" auch im Rheinland Entstehungsorte verzeichnen kann. Viel Spaß, Ihr vordenker team, Joachim Paul (Hrsg.)
News vom 04. November 2011 Liebe Vordenkerinnen und Vordenker, der November präsentiert in der Reihe METAPHON das 24-teilige Hörstück "Vignetten" von Tom Täger und A.J. Weigoni, zwei Hörbeispiele inklusive. Viel Spaß, Ihr vordenker team, Joachim Paul (Hrsg.)
News vom 08. Oktober 2011 Liebe Vordenkerinnen und Vordenker, im Oktober präsentieren wir Ihnen in der Reihe Metaphon neben der Edition "Texte" auch den Videofilm Schland von Peter Meilchen. Der Film wird Ihnen in voller Länge über den neuen Videokanal "editiondaslabor" bei Youtube bereitgestellt. Viel Spaß, Ihr vordenker team, Joachim Paul (Hrsg.)
News vom 03. Oktober 2011 Liebe Vordenkerinnen und Vordenker, im Oktober präsentieren wir Ihnen in der Reihe Metaphon die Edition "Texte" von Peter Meilchen. Hier entlang zu Inhaltsangabe und Hörbeispielen. Viel Spaß, Ihr vordenker team, Joachim Paul (Hrsg.)
News vom 03. September 2011 Liebe Vordenkerinnen und Vordenker, heute wäre Ernst Meister 100 Jahre alt geworden. Lesen Sie Matthias Hagedorns Verbeugung vor dem großen Lyriker und hören Ernst Meister selbst aus einer Lesung vom 28. April 1978 im Rahmen der vordenker METAPHON Reihe. Viel Spaß, Ihr vordenker team, Joachim Paul (Hrsg.)
News vom 27. August 2011 Liebe Vordenkerinnen und Vordenker, auch in diesem Jahr gibt es eine Sommerausgabe des vordenker, gleichwohl die Jahreszeit sich die Bezeichnung Sommer hierzulande nicht so recht verdienen will. Der Beitrag Eberhard von Goldammers, "Leibniz reloaded ..." bildet Einführung und Klammer um das Thema eines universellen Verständigungsmittels. Von Goldammer stellt anhand des Essays "Kosmopolis" des englischen Philosophen Stephen Toulmin den großen Rationalisten in seinen historischen Kontext, den Umbruch in die beginnende Moderne im 17. Jahrhundert, und diskutiert die Möglichkeiten der Konstruktion einer Universal-Schrift-Spache. Dabei wird auch deutlich, dass Leibniz weder der erste noch der Letzte war, der sich einem solchen Bemühen hingab, und dass Zeiten des Umbruchs, damals wie heute, geradezu danach rufen, ein universelles Verständigungssystem in Angriff zu nehmen. Das selbstredend dabei der schon von Leibniz gesehene Bezug zum Maschinellen eine Rolle spielt, veranlasst den Autor zu einer detaillierten Kritik des auf dem Gebiet der Künstlichen Intelligenz bisher Erreichten. Der Beitrag enthält umfangreiches Hintergrundmaterial und berücksichtigt desweiteren Überlegungen des österreichisch-amerikanischen Linguisten Ernst Pulgram (1915 - 2005) sowie André Eckardts Philosophie der Schrift und einen Aufsatz des chinesischen Philosophen Chang Tung-Sun mit dem Titel "Thought - Language - Culture". "Metapher und Metamorphose" von Engelbert Kronthaler schlägt neben von Goldammers Aufsatz eine weitere Brücke zu Überlegungen um die Relation von Begriff und Zahl und dem Werk Gotthard Günthers, aus dem wir dieses Mal seine Autobiographie "Selbstdarstellung im Spiegel Amerikas" bereitstellen. Auch im September wird die Reihe METAPHON im vordenker fortgesetzt. Aus organisatorischen Gründen verzögert sich die Bereitstellung des nächsten Beitrags um wenige Tage. Viel Spaß, Ihr vordenker team, Joachim Paul (Hrsg.)
News vom 01. August 2011 Liebe Vordenkerinnen und Vordenker, METAPHON im August 2011 widmet sich dem REMIX. Stephan Flommersfeld macht mit vorgetragenen Texten - hier von A. J. Weigoni - das, was mancher gute Pop-Musikus mit den Songs der Kollegen macht. Hier entlang ... Viel Spaß, Ihr vordenker team, Joachim Paul (Hrsg.)
News vom 03. Juli 2011 Liebe Vordenkerinnen und Vordenker, Was im Juni galt, gilt auch im Juli. Wir setzen unsere Reihe METAPHON fort mit Lyrik von A. J. Weigoni. Wohlgemerkt Lyrik im Medium der gesprochenen Sprache, Lyrik zum Hören. [Mehr ...] Viel Spaß, Ihr vordenker team, Joachim Paul (Hrsg.)
News vom 01. Juni 2011 Liebe Vordenkerinnen und Vordenker, Auch im Juni wird unserer Reihe METAPHON fortgesetzt mit der Dokumentationskomödie "Ein Ort. Skoping." von A.J. Weigoni Ausgehend von der zentral-scheinbar-banalen Frage, wie das Schaf in das Wappen von Schöppingen kam, entwickelt die Dokumentationskomödie einen Reigen praller Komik, die nicht auf Kosten der Beteiligten geht, sondern vielmehr mit ihrer Hilfe erst entsteht. [Mehr ...] Viel Spaß, Ihr vordenker team, Joachim Paul (Hrsg.)
News vom 01. Mai 2011 Liebe Vordenkerinnen und Vordenker, Im Mai präsentieren wir in der Reihe METAPHON die Radio-Satire "®eality–®adio–®emix" des Unternehmens Halmackenreuther, eine Produktion von Mario Giordano, Ingrid Schlüter, Marina Rother & A.J. Weigoni. "Radio Schauerland hat seinen großen Tag. Im Rahmen einer Live–Sendung, die nicht zufällig an die Oscar–Verleihung erinnert, werden die Preise für die besten journalistischen Radiobeträge vergeben. Fünf goldene Mikrophone gilt es zu verteilen als Preis für die jeweils Jahresbesten eines Genres. Nachdem Hansi Schwaiger den Hörern den sexuellen Gebrauchswert seiner Kollegin [mehr ...] Viel Spaß, Ihr vordenker team, Joachim Paul (Hrsg.)
News vom 06. April 2011 Liebe Vordenkerinnen und Vordenker, Im April präsentieren wir das
O-Ton-Hörspiel "Zur Sprache bringen" von A. J. Weigoni. Es ist ein Platz
für Geschichten außerhalb normierter Sprachregularien, ein Oszillieren
zwischen Eigenart und Eigensinn. Man muß diese Menschen lieben, um in das
eigentümliche Wesen jedes Einzelnen einzudringen, es darf einem keiner zu
gering, keiner zu hässlich sein, erst dann kann man sie verstehen. Viel Spaß, Ihr vordenker team, Joachim Paul (Hrsg.)
News vom 01. März 2011 Liebe Vordenkerinnen und Vordenker, Der März 2011 bringt die Ohryeure .... Die Frage "Woher kann ein Bischof so gut küssen?" wird unstrittig von Eva Kurowski beantwortet. Während man bei Elmar Steinrückens akustischen Western den Gebrauch von Pfeil und Bogen erlernen kann, kämpft Helge Schneider mit den Tücken eines Anrufbeantworters. Fortzuhören ist schwieriger, als fortzublicken. Die Dimension des Akustischen ist das Ausmaß der Unfreiheit. Als Hörende sind wir unfrei. Wir sind alle Ohryeure. In das geöffnete Ohr verschwindet gesprochene Sprache, die sich in Erinnerungsräume einnisten kann, die verschwindet. Aber Sprache verschwindet nicht immer spurlos, denn sie kann aufgerufen und erinnert werden, sie kann durch einen Mund- oder Schriftraum mitgeteilt werden. Hören bedeutet Eintauchen, es birgt ein Potenzial an Regression, so daß sich der Hörer im besten Fall an den tiefsten Orten seines Wesens berührt fühlt. Das Gehör ist der erste Sinn, der sich im Mutterleib bildet, und der letzte, den der Sterbende verliert. Die Faszination des Hörbuchs geht über die Lust an Geschichten hinaus und reicht, anthropologisch betrachtet, sehr tief. Im Zeitalter der so genannten "Neuen Medien" erreicht man das Publikum schwer mit Büchern. Wir erleben einen zunehmenden kulturellen Analphabetismus, den auch die Indifferenz verursacht, zu der die modernen Vereinfältigungsmedien verleiten. User leben eine Kultur der Ungeduld. Sie wissen, wie man etwas findet, aber sie wissen eigentlich nicht was sie finden möchten. Das Betriebssystem für die elektronischen Medien ist das Lesen. Das Betriebssystem für das Lesen ist die Sprachkompetenz. Das Betriebssystem für das Hören ist Aufmerksamkeit; eine knappe Ressource. Wer nicht hysterisch über Kunst und neue Medien sprechen will, braucht nicht in einen naiven Realismus zu verfallen. Es gibt auch dazu eine Alternative, die nicht minder rational ist: die medienarchäologisch genaue Analyse jener Änderungen der Wirklichkeit, die sich auf dem Weg von den einstigen Analog-medien wie Rundfunk oder Telefon zum Digitalmedium Computer ereignet haben. Auch davon erzählt Helge Schneiders "Nächtlicher Anruf", ein Kurzhörspiel des Mülheimers, das nur auf dieser CD erschienen ist. Eine Hörprobe von "Ohryeure" findet sich seit März 2011 unter Dazu ein Essay: http://www.vordenker.de/weigoni/mpaed.htm Die Do-CD "Ohryeure" ist in
HiFi-Stereo-Qualität erhältlich:
Viel Spaß, Ihr vordenker team, Joachim Paul (Hrsg.)
News vom 01. Februar 2011 Liebe Vordenkerinnen und Vordenker, wir setzen unsere metaphon Reihe im Februar fort mit RaumbredouilleReplica, einer O-Ton Hörspiel-Collage zu der Fernsehserie Raumpatrouille von Tom Täger und A. J. Weigoni. Das Hörspiel von 1997 erschien 2009 in einer zweiten Auflage bei Edition Das Labor. Viel Spaß, Ihr vordenker team, Joachim Paul (Hrsg.)
News vom 05. Januar 2011 Liebe Vordenkerinnen und Vordenker, ein frohes und erfolgreiches neues Jahr wünschen wir Ihnen! Zum Jahreswechsel - gewissermaßen als verspäteten Silvesterknaller - bieten wir einen Klassiker der Wahrnehmungspsychologie als Seminartext zum internen Gebrauch, "Der Aufbau der Tastwelt" von David Katz aus dem Jahr 1925. Das Warum und Wieso zu erläutern und was der innovative Text über Untersuchungen des taktil-motorischen Sinnessystems mit den sonst in diesem e-Journal gebotenen Inhalten zu schaffen hat, versucht Joachim Paul in seiner Anmoderation. Darüber hinaus eröffnen wir eine neue und regelmäßige Rubrik, vordenker METAPHON. Die Edition Das Labor lanciert mit MetaPhon eine Reihe, in der Facetten der multimedialen Kunst zugänglich gemacht werden, die nach den herkömmlichen Marktgesetzen unerschlossen bleiben. ... Das aufgeklärte Publikum erwartet hingegen Künstler, Wissenschaftler, Akteure, die den Vorhang aufreißen, um in einer anderen Form zu erzählen. Zur Eröffnung der METAPHON-Reihe
präsentieren wir das
Viel Spaß beim Lesen, Hören, Schauen und Denken wünscht Ihr vordenker team, Joachim Paul (Hrsg.)
News vom 02. September 2010 Liebe Vordenkerinnen, liebe Vordenker, für dieses Mal präsentieren wir erstens den schwedischen Denker John Cullberg, der sich dem philosophischen Problem des Du widmete. In seiner Anmoderation von John Cullbergs "Das Du und die Wirklichkeit" würdigt Eberhard von Goldammer das Werk Cullbergs als eine diagnostisch zu nennende Aufarbeitung der abendländischen Philosophiegeschichte von Platon bis zum deutschen Idealismus unter dem Gesichtspunkt der Du-Problematik. Von Goldammer stellt den "metaphysischen Subjektivismus" (Cullberg) der deutschen Klassik dem blinden Fleck in den heutigen empirischen Wissenschaften gegenüber, in denen Subjektivität aus der Reflexion ausgeblendet ist, und macht deutlich, dass eine Säkularisierung des Du-Problems notwendig ist, die aller künftiger (posthumaner) Wissenschaft voraus zu gehen hat. Er schlägt die Brücke zu den Arbeiten Gotthard Günthers und Rudolf Kaehrs, in deren Polykontexturalitätstheorie die formale Einschreibung von Standpunktabhängigkeiten und damit die Säkularisierung des Du weitgehend durchgeführt ist. Zweitens stellen wir hier das erstmals im Jahr 1922 erschienene Werk "Das Menschheitsrätsel" des jüdischen Arztes und Anthropologen Paul Alsberg bereit, der während des braunen Regimes einige Zeit im KZ Oranienburg festgehalten wurde und anschließend nach England floh, ein weiteres Beispiel für den katastrophalen bis heute nachwirkenden brain drain 33-45. Alsberg ist neben vielen anderen ein hervorragendes Beispiel für die durch den Nationalsozialismus vernichtete inter- und transdisziplinäre Denkkultur, die im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts in Deutschland gepflegt wurde. "Das Menschheitsrätsel" wurde Mitte der siebziger Jahre von Dieter Claessens "wiederentdeckt" und erfuhr jüngst durch Peter Sloterdijk insbes. in seinem Aufsatz "Die Domestikation des Seins" (enthalten im Band "Nicht gerettet – Versuche nach Heidegger") eine erneute Rezeption. Der durch Alsberg geprägte Begriff der Körperausschaltung stellt einen wichtigen Schlüssel zum Verständnis der Anthropogenese bereit. Vor der Hintergrundfolie von Alsbergs Körperausschaltung erhält Marshall McLuhans Dialektik der Körpererweiterungen und Anästhesierungen durch Medien und Technik ein neues, gewissermaßen anthropogenetisches Gewicht. Alsberg bewegt sich mit seinem Konzept deutlich jenseits des Gegensatzes von Kulturpessimismus und Technikeuphorie. Sein Werk liefert somit einen wichtigen Baustein zur Bestimmung der Frage nach der Conditio humana. Desweiteren weisen wir auf eine kommende Buchveröffentlichung des Düsseldorfer Autors A. J. Weigoni hin. "Zombies", ein Band schwarzhumoriger Erzählungen, erscheint in der "Edition Das Labor - Verlag der Artisten".
Viel Spaß beim Lesen, Ihr vordenker team, Joachim Paul (Hrsg.) News vom 22. April 2010 Liebe Vordenkerinnen, liebe Vordenker, aus gegebenem Anlass kurz vor der
Landtagswahl in NRW am 9. Mai 2010 erreichte uns ein Text des Autors Peter
Rath-Sangkhakorn, der polemisch-poetisch ein Schlaglicht auf ein führendes
Mitglied der Partei DIE LINKE wirft, das als auch historischer Einblick in
die innere Kultur auf die Partei als Ganzes zurückschlägt. Die LINKE will
nun in NRW die 5%-Hürde überspringen.
Ebenfalls aus aktuellem Anlass bringen wir vorgezogen einen Beitrag des Herausgebers "Gedanken zum Bildungsprogramm der NRW-Piraten zur Landtagswahl 2010" in Nordrhein-Westfalen. Der Beitrag ist vorgesehen für die Piratenzeitung www.piratenzeitung.de, Ausgabe 2010/2, deren Erscheinen für die nächsten Tage geplant ist. Joachim Paul (Hrsg.)
News vom 02. März 2010 Liebe Vordenkerinnen, liebe Vordenker, wir bedauern, ihnen mitteilen zu müssen, dass Herr Toth den Wunsch äußerte, seine sämtlichen hier vorgehaltenen Aufsätze zu entfernen. Selbstverständlich haben wir diesem Wunsch entsprochen. Joachim Paul (Hrsg.) News vom 03. Januar 2010 Liebe Vordenkerinnen und Vordenker, ein frohes neues Jahr wünschen wir! In seinen Anmerkungen widmet sich Eberhard von Goldammer einem Aufsatz Gotthard Günthers aus dem Jahr 1954, der die Heisenberg'sche Unbestimmtheitsrelation und ihre Beziehung zum Erkenntnisinstrument Logik zum Gegenstand hat, ein intellektuell ebenso heikles wie lange vernachlässigtes Thema, sieht man von einigen wenigen Arbeiten zum Kontext ab. Der Düsseldorfer Literat und Medienkünstler A.J. Weigoni definiert mit seinen jüngst erschienenen Vignetten eine Literaturgattung neu. Er praktiziert damit mehr als Schreiben, denn diese Novelle versteht sich als ein Sich-Einschreiben in die Welt, demzufolge eine Schreibe, die spricht, und eine Spreche, die schreibt... Finden Sie hier den ersten Teil seiner Vignetten als unser digitales Gedächtnis bereichernde digital aufgezeichnete Spreche, als interaktives Zeitobjekt, wie Bernard Stiegler, Husserl folgend, diese kulturellen Elemente der Hypomnesis nennt. Darüber hinaus präsentiert A.J. Weigoni als Mitinitiator die neue Edition "Das Labor, Verlag der Artisten". Näheres hierzu in einem digitalen Flyer zum Selbstausdrucken und Fliegen lassen .... Flyer Aussen, Flyer Innen. Zur Finanzkrise republizieren wir hier ein Interview mit Dr. Werner Rügemer: "Die Ursachen der Finanzkrise - oder warum wir die Staatsschulden nicht zurückzahlen sollten". Das Interview von Radio Utopie wurde erstpubliziert unter diesem Link. Der Herausgeber widmet sich dieses Mal, aus aktuellem Anlass, einem politischen Thema. In dem Essay "Warum Deutschland die Piratenpartei braucht ..." wird die Frage nach unserem demokratischen Selbstverständnis und der Überführung von Entscheidungsfindungen in politisches Handeln aufgeworfen. Das wär's für dieses Mal. Viel Spaß beim Lesen, das vordenker team,
News vom 16. Juni 2009 Am 18. Juni wird der bundesrepublikanische Staatsphilosoph und Großkommunikator Jürgen Habermas 80 Jahre alt. Das Wochenmagazin "DIE ZEIT" titelte "Weltmacht Habermas". Haben die eigentlich noch alle Tassen im Schrank? Anstelle des Einstimmens in den Chor der
einschlägigen Feuilletons zitieren wir aus einem
Radioessay von Sibylle Tönnies: "Habermas bewies stets eine
ausgeprägte Anschmiegsamkeit gegenüber intellektuellen Moden." Beste Grüße, News vom 30. Januar 2009 Liebe Vordenkerinnen und Vordenker, ein - zugegeben verspätetes - frohes neues Jahr wünschen wir. Dafür fällt das gebotene Material umso umfangreicher aus. Unser Hauptthema ist dieses Mal Warren Sturgis McCulloch, sein Wirken und die Rezeption seiner Arbeiten: Eigentlich, tja eigentlich hätten wir im Jahr 2008 Warren McCullochs 100sten Geburtstag feiern sollen. Das wir dies erst hiermit und 2009 tun, ist der Tatsache geschuldet, dass weitaus die meisten Internet-Quellen – bis vor kurzem – falscherweise 1899 statt 1898 als McCullochs Geburtsjahr angaben, so auch die englische und die deutsche Wikipedia. Korrekt ist jedoch die WebSite der American Philosophical Society, die von vornherein das richtige Jahr angab. Besonders peinlich scheint uns, dass die Website der American Society for Cybernetics Warren McCulloch, der als einer der Gründerväter der Gesellschaft gelten kann, völlig unzureichend rezipiert. Er ist dort unter den "Notable Cyberneticians" gar nicht mal genannt. Ohne McCulloch, soviel steht fest, hätte es nicht nur die Gesellschaft sondern auch das Biological Computer Lab und viele der dort entstandenen grundlegenden Arbeiten nie gegeben, von denen nicht nur die Mitglieder der ASC noch heute zehren. Einleitend sei die historische Einordnung McCullochs und seines Werkes durch Seymour Papert wiedergegeben: "By a remarkable coincidence, which shows that these ideas were well rooted in that period, two important papers written in this spirit were published in the same year in the United States. One, by Julian Bigelow, Arturo Rosenblueth, and Norbert Wiener, set out the general principles for mechanisms that would embody the concept, no less difficult philosophically than number, of purpose.The other, by Warren McCulloch and Walter Pitts, described a logical calculus and the principles of construction for a class of computing machines that would permit the embodiment of any theory of mind or behavior provided only that it satisfied some very general principles of finitude and causality. These two papers introduce so clearly the new frame of thought that their publication could well be taken as the birth of explicit cybernetics. To that matter we shall return, after mentioning a fourth, rather different but equally important, focus of the new epistemological approach." Seymour Papert, Introduction to Embodiments of Mind by Warren S. McCulloch [http://www.papert.org/articles/embodiments.html] Neben Seymour Papert sind vor allem sieben weitere für die McCulloch-Rezeption bedeutsame Quellen zu nennen: 1. Michael A. Arbib, Warren McCulloch's Search for the Logic of the Nervous System, in: Perspectives in Biology and Medicine, vol. 43, no 2, 2000, p. 193-216. [externer Link] 2. Lily E. Kay, From Logical Neurons to Poetic Embodiments of Mind: Warren S. McCulloch's project in neuroscience, Science in context, vol. 14, no. 4, 2001, p. 591-614. [hier verfügbar, 2009] 3. Margaret A. Boden, Mind as Machine - A History of Cognitive Science, Clarendon Press, Oxford 2006, 1631 pages. 4. J.Y. Lettvin, H.R. Maturana, W.S. McCulloch and W.H. Pitts, "What the Frog's Eye Tells the Frog's Brain." [externer Link] leider in Deutschland schwer erhältlich:
6. Gotthard Günther, Number and Logos - Unforgettable Hours with Warren S. McCulloch, [Bilingual English/German, hier verfügbar, 2007] first published as postum publication in: Selbstorganisation – Jahrbuch für Komplexität in den Natur-, Sozial- und Geisteswissenschaften, Band 6, "Realitäten und Rationalitäten" (Axel Ziemke & Rudolf Kaehr, eds.) Duncker & Humblot, Berlin 1995, p. 318-348 7. Gotthard Günther,
Identität, Gegenidentität und Negativsprache Von den Quellen, die Bezug zu McCulloch nehmen, sind es nur die beiden letzten von Gotthard Günther, in denen der grundlegende wissenschaftstheoretische und philosophische Charakter von McCullochs Aufsatz aus dem Jahr 1945 "A Heterarchy of Values determined by the Topology of Nervous Nets" (Bulletin of Mathematical Biophysics, 7, 1945, 89-93) vollständig erkannt ist. In seiner Laudatio "Number and Logos/ Zahl und Begriff" würdigt Günther McCulloch als Philosophen, der aus der naturwissenschaftlichen Erkenntnis heraus auf die Unzulänglichkeit unseres Verständnisses des Begriffs der Zahl hinweist. In eben jener Laudatio wird auch auf eine - vielleicht als "verschüttet" zu bezeichnende - Platonische Zahlenkonzeption eingegangen, die McCulloch bekannt war, und es wird Bezug zu einer Arbeit des Philosophen Klaus Oehler "Der entmythologisierte Platon: Zur Lage der Platonforschung" genommen. Und in "Identität, Gegenidentität und Negativsprache" nimmt Günther eben jene McCullochsche Arbeit als Ausgangspunkt für die Entwicklung seiner Konzeption der Negativsprachen. Der Arzt und Neurophysiologe McCulloch, der als Mitbegründer der Kybernetik und der Neuroinformatik zu sehen ist, wird und wurde nicht nur von den sogenannten Neurowissenschaften unzureichend rezipiert. Dies gilt insbesondere für die genannte Arbeit "A Heterarchy ...". Ebenso ist seine Bedeutung als Wissenschaftstheoretiker und für die Philosophie als jemand, der sich aus naturwissenschaftlichen Betrachtungen heraus einem grundlegenden Problemfeld der Beschreibung/ Einschreibung nähert, das schon im deutschen Idealismus präsent war, bislang nicht erkannt. McCulloch als Philosoph? Unbedingt. Seine Arbeiten spiegeln eine Bildung und ein Denken wieder, das so manchem heutigen deutschen Hochschullehrer auf dem Gebiet der Philosophie alle Ehre machen würde. Belegt ist dies in den folgenden, hier bereitgestellten Aufsätzen, die die ganze Bandbreite seines Denkens wiedergeben:
Mysterium Iniquitatis of Sinful Man Aspiring into the Place of God Through the Den of the Metaphysician A Logical Calculus of the Ideas Immanent in Nervous Activity What´s in the Brain That Ink May Character? Für die genauen bibliographischen Daten sei auf den Autorenindex verwiesen, Buchstabe "M" -> McCulloch Desweiteren verweisen wir noch einmal auf Aufsätze McCullochs, die hier schon länger bereitstehen: A Heterarchy of Values determined by the Topology of Nervous Nets The Past of a Delusion // Die Vergangenheit einer Täuschung Die von McCulloch schon früh erkannte wissenschaftslogische Problematik brachte ihn noch vor seinem Zusammentreffen mit Gotthard Günther zur Beschäftigung mit mehrwertigen Ansätzen. Dieser Tatsache ist es geschuldet, dass wir hier die Arbeit von Christopher R. Longyear "Further Towards A Triadic Calculus" (part 1, part 2, part 3) präsentieren. Selbstreferenz und Heterarchie, zwei Begriffe, die als "Ergebnis" des Wirkens von McCulloch wesentlich sind, führen uns dazu, hier auch eine Arbeit der Feminismustheoretikerin Eva Meyer "Zum Phantasma der Selbstgeburt" einer erweiterten Leserschaft zuzuführen. Es mag etwas weit hergeholt sein, außer für Denker auf dem Gebiet der Stringtheorie, für zeitgenössische Naturphilosophen, für einige wenige Künstler. Seit dem großen Begründer, „Erfinder“ des mathematischen Teilgebietes der Topologie, Felix Hausdorff, seit Martin Heideggers „Topologie des Seins“, aber spätestens seit Warren McCullochs oben genanntem Aufsatz „A Heterarchy …“ ist es annehmbar, denkbar, dass zu den Bedingungen der Möglichkeit von „Dasein“ als Prozess Eigenschaften des Universums gehören, die mit Hilfe der mathematischen Topologie beschreibbar sind. Beatrice Nunold widmet sich in ihrem Aufsatz „Sinnlich – konkret: Eine kleine Topologie des S(ch)eins“, erstmals gehalten als Vortrag auf dem 12. Internationalen Kongress der Deutschen Gesellschaft für Semiotik, vom 9. – 12.10 2008 an der Universität Stuttgart, unserer „Verwickeltheit ins Sein“ (Merleau-Ponty), und nähert sich dem Thema von philosophischen, künstlerischen und zeichentheoretischen Ausgangspunkten her. Das wär's für dieses Mal. Viel Spaß beim Lesen, das vordenker team,
News vom 21. August 2008 Liebe Vordenkerinnen und Vordenker, zur Sommerausgabe 2008 wählen wir als einleitende Worte ein paar Zeilen aus der deutschen Version eines Aufsatzes von Sven Ove Hansson aus Uppsala: "Die Anthroposophie [....] ist eine der erfolgreichsten okkulten Bewegungen in Nord- und Mitteleuropa. Sie gewinnt ständig neue Anhänger durch ihre Waldorfschulen, ihre alternative Medizin und ihre pestizidfreie Landwirtschaft. Anthroposophie ist jedoch mehr als eine bloße Ansammlung von sozialen Bewegungen. Ihre Anhänger behaupten, sie sei eine Wissenschaft." Anthroposophiekritik war hier schon einmal Thema in einem Aufsatz des Herausgebers. Nun haben wir uns entschlossen, das im Grunde erste kritische Werk zu Waldorfschulen und Waldorfpädagogik, Fritz Beckmannshagens 1984 erschienene Schrift "Rudolf Steiner und die Waldorfschulen - eine psychologisch-kritische Studie" in einer dritten Auflage als frei herunterladbares ebook herauszubringen. Warum das? Und wieso so ein altes Buch? Und wer genehmigt das? Mehr dazu im Editorial des Werkes. Nochmal Schule: im Essay "Das Verschwinden des Privaten" versucht Joachim Paul hinter dem Phänomen cyber-mobbing von Lehrern durch Schüler einen Blick auf grundlegendere Strukturen zu werfen. Und sonst? Zurück an die Wurzeln ... Nachdem in der letzten Ausgabe Joachim Castellas "Gotthard Günther - Leben und Werk" so eingeschlagen hat, wenden wir uns noch einmal Günthers Anfängen zu. Aus seinem Erstlingswerk Grundzüge einer neuen Theorie des Denkens in Hegels Logik bieten wir die Vorworte zur ersten und zweiten Auflage, die Einleitung und den Abschnitt über den Begriff der Vermittlung an ... In seinen "Anmerkungen zu .... Gotthard Günther - Grundzüge einer neuen Theorie des Denkens in Hegels Logik" geht Eberhard von Goldammer auch auf die historische Bedeutung des Positivismus für den philosophischen Erkenntnisfortschritt und seine Abgrenzung zum Werk Günthers ein. Darüber hinaus enthalten die Anmerkungen einige "Überraschungseier" in Form von Links ... Ebenfalls enthalten im Text ist der Eintrag "Gotthard Günther" aus dem Wörterbuch der Logik von N.I.Kondakow sowie eine Rezension der Grundzüge .. von keinem Geringeren als Herbert Marcuse. Auch Willy Hochkeppels hier bereits veröffentlichte Laudatio zu Günthers achtzigstem Geburtstag aus "DIE ZEIT" ist in den Anmerkungen nochmal enthalten. Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihr Joachim Paul (Hrsg.)
News vom 30. März 2008 Liebe Vordenkerinnen und Vordenker, eines der definitiven Highlights des 20. Jahrhunderts ist nun auf DVD erhältlich, ein handverlesener und kommentierter Zusammenschnitt mehrerer Live-Konzerte der legendären Düsseldorfer Kultkapelle Ernst Frosch und die Original Oberkellner, eine Perle der Musik und der Kleinkunst des 20. Jahrhunderts. [Mehr ...] Ihr Joachim Paul (Hrsg.)
News vom 04. Januar 2008 Liebe Vordenkerinnen und Vordenker, ein frohes neues Jahr wünschen wir Ihnen! Hier nun unsere Neuigkeiten zum Januar 2008. Ihr Joachim Paul (Hrsg.)
News vom 3. September 2007 Liebe Vordenkerinnen und Vordenker! Wer will bestreiten, dass Innovationen hervorzurufen und auszugestalten unter anderem Aufgabe unserer Universitäten und ihrer Institute ist? Für den angloamerikanischen Raum ist dies eindrucksvoll belegt durch Einrichtungen wie das MIT, das auch heute noch als trendbildend gilt, das legendäre BCL (Biological Computer Lab, Urbana, Illinois), an dem wesentliche Grundsteine der Kybernetik und der Informatik gelegt wurden oder das Santa Fe Institute, um hier stellvertretend für andere drei führende Institutionen zu nennen. Das auch in Deutschland einmal für eine kurze Zeit die Chance bestand, die institutionelle Basis für einen ganz grundsätzlichen Vorstoß in disziplinübergreifendes wissenschaftliches Neuland zu schaffen, mag man gar nicht glauben angesichts der hierzulande erfundenen ministeriellen "Brain Up"-Kampagne. Dennoch, in den Achtzigern des vorigen Jahrhunderts bestand diese Chance, an der die Innovationsfreudigkeit der Stiftung Volkswagenwerk nicht unerheblichen Anteil hatte. Das Kerngeschäft der Wissenschaften ist und bleibt Wissenschaft, nicht Meckern. Daher legen wir hier in einer kompletten Liste diejenigen Arbeiten zur Publikation vor, die im Rahmen dieser Chance entstanden sind. Zudem legt Eberhard von Goldammers "Historischer Rückblick und Anmerkungen zu einem Projekt, das an einer Privat-Universität unerwünscht war ..." Zeugnis über diese Chance ab und enthält desweiteren ein von Peter Rath geführtes Gespräch mit E. v. Goldammer zu den Vorgängen in den Achtzigern, aus dem hervorgeht, wie Kurzsichtigkeiten und Ränkespiele Chancen zunichte machen können - als möglichen Hinweis, worauf man in der Zukunft bei ähnlichen Vorhaben achten sollte. Die im Rahmen des o.g. Projektes publizierten Arbeiten im Folgenden: Joachim Castella Joachim Castella Joachim Castella Ob Peirce, Hilbert, Tarski oder Heidegger, diese Arbeit stellt Günther in die wissenschafts- und philosophieprogrammatischen Kontexte seiner Zeit, und zwar umfassend! Rudolf Kaehr Thomas Mahler Eberhard von Goldammer und Rudolf Kaehr Und als Ergebnis einer Kooperation: Joachim Pfalzgraf Die beiden folgenden Arbeiten wurden bereits 1996 im "vordenker" verfügbar gemacht, sie gehören jedoch in obigen Kontext und werden hier zusätzlich als pdf-Dokumente bereitgestellt: Rudolf Kaehr Eberhard von Goldammer und Rudolf Kaehr
Wesentliche Teile der folgenden Arbeit entstanden in der Zeit des Projektes. Rudolf Kaehr, et al. (alias Kurt
Klagenfurt)
Bernhard Mitterauer Max Bense Winfried Marotzki
und in eigener Sache: am 12. Mai 2007 verstarb Günter Schulz, ein Autor, der das Projekt vordenker.de seit Beginn mit Interesse verfolgte und unterstützte. Einen Nachruf finden Sie hier.
Ihr Joachim Paul (Hrsg.)
News vom 15. Januar 2007 Liebe Vordenkerinnen und Vordenker! Ein frohes neues Jahr wünschen wir Ihnen. Hier nun unsere Neuigkeiten zum Januar 2007. Ihr Joachim Paul (Hrsg.)
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