Verweildauer im „Qualitätsmedium“ – 26 Minuten

Wir machen jetzt mal das mit den Medien.

Heute, am 02. Oktober 2014, fand im Landtag NRW eine Unterrichtung durch die Landesregierung zum Thema „Übergriffe auf Asylbewerber durch Sicherheitspersonal in Unterbringungs-einrichtungen des Landes“ statt, in Kombination mit einer aktuellen Stunde, die von der Piratenfraktion NRW und der Fraktion der CDU beantragt wurde. Die genauen Titel der Anträge können der Tagesordnung auf der WebSite des Landtages NRW entnommen werden. Entsprechend groß für den auch in der internationalen Presse kommentierten Skandal war das Medienecho. Für die Piratenfraktion trat zunächst ich und in der 2. Runde Frank Herrmann ans Rednerpult. Etwa um 13:31 rief unser Parlamentarischer Geschäftsführer Marc „Grumpy“ Olejak auf seinem Handy Google News auf und suchte nach „Piraten“ und „Jäger“. Hier ein Ergebnis aus der Trefferliste, ein Google-Snippet als Screenshot:

google-snippet

Derwesten.de – vor 26 Minuten. Daraus geht hervor, dass der verlinkte Artikel mich zitiert. Ein Klick auf den Link führt zu folgendem Artikel. Kein Wort mehr zu Piraten, zu mir oder Frank Herrmann.

Hallo Herr Goebels, liebe WAZler, was ist los bei Euch? Ärger in der Redaktion oder mit dem Chefredakteur?

Also so wird das nix mit dem Qualitätsmedium! Das Totschweigen einer Oppostionspartei, noch dazu einer, die deutlich und mehrfach auf Systemfehler hinweist, passt nicht in die Informations- und Wissensgesellschaft und dient nicht der politischen Transparenz. Aber wir haben’s gemerkt. Und wir passen weiterhin auf.

Positiv hervorheben möchte ich die Berichterstattung der Rheinischen Post dazu. Alle Positionen werden knapp aber knackig dargestellt.

Direkt informieren kann man sich auch auf der WebSite des Landtags selbst. Dort gilt die Regel: Der größtmöglichen Objektivität verpflichtet.

Die Rede von Joachim Paul auf youtube
Die Rede von Frank Herrmann auf youtube

So long und medial sauber bleiben,
Nick H. aka Joachim Paul

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