Posts Tagged ‘Vilém Flusser’

Glaubwürdige Digitalisierungskritik muss präzise sein

Montag, Juli 3rd, 2017

Über die zuweilen stumpfe Argumentations-“Logik“ in der Digitalisierungskritik

~ 14 min Lesezeit

Publizistische Vorbemerkung: Dieser Beitrag wurde am Montag den 26. Juni 2017 erstveröffentlicht auf rubikon.news unter diesem Link. Heute gegen 16 Uhr bemerkte ich, dass der Beitrag nicht mehr abrufbar war. Auf meine telefonische Nachfrage teilte man mir mit, dass meine Kritik allzu harsch und ad personam sei, ich solle etwas ändern, dann würde man ihn wieder online stellen.

Stimmt, ich habe im Beitrag einige Aussagen des Hochschullehrers Ralf Lankau öffentlich sehr hart kritisiert, sowohl polemisch als auch unter Hinzuziehung von Quellen, Aussagen, die Lankau selbst öffentlich und mehrfach – in Wort und Schrift – getätigt hat. So etwas nennt man auch Debatte oder Diskurs. Mich jetzt einfach so und offensichtlich ohne es nötig zu haben, mir das vorher mitzuteilen, zu depublizieren, weil irgendwas irgendjemand – aus was für Gründen auch immer – nicht so recht passt, das mag ich irgendwie gar nicht. Aber ich hab‘ ja glücklicherweise nen eigenen Blog ….

Nun aber zum Text, mögen sich die geneigten LeserInnen selbst ein Urteil bilden … (mehr …)

A few Remarx zu Arbeit und Wert – inspired by Michael Seemann

Sonntag, Juli 17th, 2016
Wikimedia Commons - CC-BY-SA-3.0

Wikimedia Commons – CC-BY-SA-3.0

Neulich las ich den Blogbeitrag von Michael Seemann aka mspr0 mit dem Titel „Ich lehne Marx‘ Arbeitswerttheorie ab und hier ist warum“. Ich fand ihn recht schlüssig, und – auch emotional berührend und tröstlich. Also erst mal danke, mspr0!

Warum? Weil‘s mir oft genauso geht. Freunde von mir, die sich nach dem althergebrachten, eindimensionalen und ziemlich kaputten Polit-Kompass eher links einordnen würden, tja, sie mögen diese Theorie, manche schwören sogar drauf.

Und schlimmer noch, der beste Platz ist sowieso zwischen den Stühlen. Freunden gegenüber, die (mehr …)

McLuhan weiter denken – Sprache, Technik, Menschwerdung

Donnerstag, Juli 21st, 2011

zu Herbert Marschall McLuhans 100stem Geburtstag

Sprachliche Insuffizienz

Technik – im Sinne der griechischen Techné als Kunst, Kunstfertigkeit, Handwerk beschreibt unser Verhältnis zur Welt als Relation. Wir sind es, die wir in dieser vertrackten Relation namens Technik drinstecken, nicht als irgendein abstrakter Begriff eines einsamen Ich, (mehr …)

Offener Brief an Günter Grass

Sonntag, August 22nd, 2010

Zu den Kulturtechniken des Schreibens

Sehr geehrter Herr Grass,

Sie gelten als ein Intellektueller und prominenter Meinungsprägender in der Kultur- und Feuilletonwelt der BRD, der sich zudem aktiv politisch engagiert. In Ihrem Interview im Spiegel Nr. 33, 2010, S. 118-122, treffen Sie Aussagen über die Praktiken des Mediengebrauchs und über die Produktionsweisen jüngerer Kollegen, die nicht unwidersprochen bleiben dürfen.  So sagen Sie zum Thema (mehr …)